Kritik am Schiedsrichter nach Last-Minute-Gegentor

Buchbach fühlt sich benachteiligt

Im Spiel gegen Greuther Fürth II gab es sechs Minuten Nachspielzeit F: Buchholz

TSV Buchbach – Nach dem Schlusspfiff von Eduard Beitinger gingen die Emotionen hoch, aber die Stimmung war am Boden. 

Der TSV Buchbach hatte in der 96. Minute den 1:1-Ausgleich gegen die SpVgg Greuther Fürth?2 kassiert (wir berichteten). Und auf Seiten der Gastgeber herrschte völliges Unverständnis, warum der Schiedsrichter die Partie ohne triftige Gründe derart in die Länge zog und auch nach der angezeigten Nachspielzeit von fünf Minuten nicht beendet hat. Unterm Strich ist die Punkteteilung auch angesichts der Spielanteile ein Resultat, das den Verlauf der Partie gut wiedergibt.Was die Buchbacher aber auf die Palme brachte, war neben der endlosen Nachspielzeit vor allem die 79. Minute, in der Stephan Thee nach feinem Zuspiel von Merphi Kwatu in den Strafraum eindrang und von Arman Corovic gefoult wurde. „Ich bin allein vor dem Torwart, will abschließen, da rennt mir der Gegner in die Beine. Ich hatte keine Chance weiterzulaufen“, so der Gefaoulte. Die TV-Bilder belegen das eindeutig, doch Beitinger, der mit der Pfeife im Mund 40 Meter über den Platz lief, reagierte nicht. Anstatt seinen Assistenten zu befragen, der genau auf Augenhöhe gestanden und sofort zur Eckfahne gelaufen ist, ließ Beitinger einfach weiterlaufen.

Kein Foulelfmeter und auch nicht Rot gegen Corovic, vielmehr musste Trainer Bobenstetter nach einem Disput mit dem Unparteiischen auf die Tribüne. „In Schalding hat uns Beitinger einen regulären Treffer von Pflügler versagt, und jetzt pfeift er einfach nicht. Es geht in dieser Liga um Nuancen. Und wenn der Schiedsrichter in den beiden Fällen korrekt entschieden hätte, hätten wir vier Punkte mehr und wären schon fast in Sicherheit“, ärgerte sich der Coach.Auch Kapitän Petrovic, der kritisierte, dass Tolcay Cigerci Pflügler vor dem Ausgleich eine „Kopfnuss verpasst hat“, war nach dem Schlusspfiff maßlos enttäuscht: „Wir sind klar benachteiligt worden.“ Co-Trainer Walter Werner schaut schon nach vorne: „Ich erwarte am kommenden Freitag gegen Ingolstadt ein ähnlich laufintensives Spiel. Da müssen wir genauso fighten wie gegen Fürth. Wir wollen nur hoffen, dass der Schiedsrichter dann nach 90 Minuten abpfeift.“  

Text: buc

Quelle: fussball-vorort.de

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