Gaudi-Kick statt Regionalliga

Christoph Popp verlässt Wacker: Rückkehr zu seinen Wurzeln

Noch im November feierte Christoph Popp (li.)mit dem SV Wacker den Triumph über die großen Münchner Löwen. Im neuen Jahr geht es mit dem SV Mehring gegen kleinere Kaliber. FOTO: Mike Megapix

Christoph Popp wechselt von Liga vier in Liga zehn. Er kehrt zu seinem Heimatverein, dem SV Mehring zurück. Wieso er den hochklassigen Fußball für die Zeit mit seinen alten Spezln eintauscht, verrät der Angreifer im Vorort-Interview.

Du gehst zurück zu deinem Heimatverein. Fällt dir der Abschied vom hochklassigen Fußball schwer?

Es war keine leichte Entscheidung und auch kein Entschluss von heute auf morgen, sondern ich habe mich bewusst und in Ruhe dafür entschieden zu wechseln. Das sehr professionelle Umfeld in Burghausen war ein einzigartiges Erlebnis. Auch die Wacker-Arena, sowie die großen Stadien, in denen ich spielen durfte, werden mir schon ein Stück weit fehlen. Ich bin sehr dankbar dafür, in Burghausen gespielt haben zu dürfen und stolz das schwarz-weiße Trikot getragen zu haben.

Was war der ausschlaggebende Grund für deine Rückkehr?

Nach dem Beenden meines Masterstudiums im Mai, war ich bereits vier Monate lang viel auf Reisen, bevor ich im Oktober meinen neuen Job bei Wacker-Chemie begonnen habe. Dies war dann auch der ausschlaggebende Grund. Die anspruchsvolle und fordernde Arbeitsstelle und der Aufwand nebenbei Regionalliga zu spielen, waren für mich auf Dauer nicht gleichzeitig, mit vollem Einsatz zu bewerkstelligen. Mein Fokus lag während meiner Fußballzeit immer auf dem Aspekt "Studium und Beruf", deswegen habe ich mich jetzt auch bewusst für diesen Schritt entschieden.

Wie liefen die Gespräche mit den Wacker-Verantwortlichen bzgl. deiner Vertragsauflösung und einem ablösefreien Wechsel?

Ich hatte den Mehraufwand bei meiner neuen Arbeitsstelle mit dem Trainer und den Verantwortlichen abgesprochen. Durch das entgegengebrachte Verständnis von Wacker-Seite und meiner Vertragsinhalte, konnte dieser Wechsel so schnell und ablösefrei geregelt werden.

Der SV Erlbach hat sich auch um deine Dienste bemüht. War die Landesliga keine Option?

Ja das stimmt, meine Freunde aus Erlbach hatten auch alles versucht, mich ins Holzland zurückzulocken, da stand mein Entschluss aber schon fest, nach Mehring zu gehen. Der Aufwand für die Landesliga ist durch die Fahrzeit nach Erlbach für mich nahezu gleich zu setzen mit der Regionalliga. Mit der aktuellen Situation meines Jobs, war ein Wechsel zurück nach Mehring, in eine 13er-Liga, für mich persönlich die richtige und beste Wahl.

Wie viele deiner alten Spezl kicken noch in Mehring?

Neben meinem Bruder spielen aus meiner damaligen Mannschaft noch knapp ein halbes Dutzend Spezln und ich kenne auch die restliche Mannschaft richtig gut. Ich war auch des öfteren bei den Heim- und Auswärtsspielen mit am Platz.

Mehring ist zurzeit souverän auf Platz eins. Bist du jetzt schon motiviert die Tabellenführung zu verteidigen?

Auf alle Fälle. Ich freue mich der Mannschaft helfen zu können und versuche meine neu gesammelten Erfahrungen bestmöglich einzubringen, damit der direkte Aufstieg möglichst schnell unter Dach und Fach gebracht werden kann.

Was war es für ein Gefühl auf der Weihnachtsfeier den Altbekannten präsentiert zu werden?

Es hat sich sehr gut angefühlt, wieder „dahoam“ zu sein, auch wenn ich, ehrlich gesagt, kurzzeitig ein bisschen aufgeregt war.

Quelle: fussball-vorort.de

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