Weber: "Es darf auch gern mal rustikaler sein"

Schwer zu bremsen: Gerrit Arzberger (l.) und der VfR sind auswärts noch ungeschlagen. Foto: Stefan Rossmann

VfR Garching - Trotz eines 0:0 in Markt Schwaben hat der VfR Garching den Vorsprung an der Tabellenspitze in der Vorwoche ausgebaut, weil Verfolger Pullach patzte.

Weil es aber keine Dauerlösung ist, sich auf Ausrutscher der Konkurrenz zu verlassen, wollen die Garchinger an diesem Sonntag bei der SpVgg Plattling wieder dreifach Punkten (15 Uhr).

Als Tabellensechzehnte stehen die Niederbayern zwar auf einem Abstiegsplatz, unterschätzen sollten die Garchinger die Gastgeber trotzdem nicht. Denn die Plattlinger kamen zuletzt besser in Tritt, nur eine der vergangenen sechs Partien ging verloren. Hinzu kommt ein Phänomen, dass die Garchinger in der laufenden Saison schon öfter beobachten mussten: „Gegen den Spitzenreiter hauen sich alle doppelt rein und spielen auf einmal anders“, sagt Garchings Trainer Daniel Weber, der diesmal wieder selbst an der Seitenlinie steht, nachdem er in der Vorwoche für seine Hochzeit pausierte.

Dass seine Schützlinge gegen Markt Schwaben trotz zahlreicher guter Möglichkeiten das Tor nicht trafen, bereitet Weber wenig Sorgen: „Man muss auch mal dem gegnerischen Torhüter gratulieren, wenn er einen Top-Tag erwischt. Aber wir haben das Vermögen, die Dinger auch reinzumachen.“ Neben Torwart Michael Kaltenhauser standen auch Pfosten und Latte den Garchingern im Weg. Diesmal vertrauen sie wieder auf ein wenig mehr Glück und fahren selbstbewusst nach Plattling. „Wir sind auswärts noch ungeschlagen, wir sind der Tabellenführer, es gilt uns zu schlagen“, sagt Weber. Das sollen seine Mannen den kampf- und heimstarken Plattlingern so schwer wie möglich machen.

Das eigene Spiel durchziehen, die Lücken nutzen und Kontermöglichkeiten konzentriert zu Ende spielen, ist deshalb Webers Devise für Sonntag. Und vor allem flexibel sein, wenn die Gastgeber sich doch tief in der eigenen Hälfte einigeln. „Wenn der Gegner nicht mitspielen mag, muss man eben auch mal umstellen und nicht nur hinten rauskombinieren, sondern auch mal etwas Rustikaleres anwenden“, sagt Weber. Einer seiner rustikalsten Spieler geht dem Trainer aber nach wie vor ab. Abwehrspieler Carsten Henrich ist nach längerer Verletzungspause zwar wieder im Training, ein Einsatz kommt aber wohl noch zu früh. Den Rest der Mannschaft hat Weber an Bord.

Fabian Herrmann

Voraussichtliche Aufstellung VfR: Wachenheim; B. Niebauer, Pichler, Steinacher, Kleindienst, Weicker, G. Ball, D. Niebauer, C. Ball, Arzberger, Würll

Quelle: fussball-vorort.de

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