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Haching-Neuzugang Niederlechner:„Meine schwierigste Entscheidung“

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Der Unterhachinger Sportpark als neue Heimat: Stürmer Florian Niederlechner (l.), hier mit SpVgg-Manager Markus Grünberger, erfüllt sich den Traum vom Profi-Fußball. Foto: SpVgg Unterhaching

SpVgg Unterhaching - Florian Niederlechner (20) ist im Mai vom BFV zum „Talent des Monats“ gekürt worden - jetzt hat er sich den Traum vom Profifußball erfüllt: beim Drittligisten SpVgg Unterhaching.

Eine beruhigende Nachricht hatte Florian Niederlechner für den SV Hohenlinden parat. Er wird beim zweiten Teil der 60-Jahr-Feier anwesend sein - allerdings nur als SVH-Mitglied und Zuschauer des Jubiläumsspiels am 17. Juli gegen den FC Ismaning, nicht mehr als Spieler des Bayernliga-Meisters. Denn der 20-Jährige hat bei Fußball-Drittligist SpVgg Unterhaching einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben (wir berichteten).

Der Hohenlindener, der in der abgelaufenen Saison mit 19 Treffern maßgeblich am Erfolg des FC Ismaning beteiligt war, hatte davor lange mit sich gerungen. „Das war meine schwierigste Entscheidung. Ich wäre nach dem tollen Jahr schon gerne in Ismaning geblieben“, bedauert Niederlechner, das erfolgreiche Team um Trainer Frank Schmöller nach nur einer Saison wieder zu verlassen. Aber das, was letztlich die Waage zugunsten der SpVgg kippen ließ, ist für ihn eindeutig - diese eine Chance: „Ich konnte mir meinen Kindheitstraum, Profi zu werden, erfüllen.“

Der 20-Jährige wagt, auch durch den Rückhalt der Familie, den großen Schritt aus der 5. Liga in die 3. Bundesliga und soll die Offensive der Hachinger verstärken. Erst im Vorjahr war Florian Niederlechner vom damaligen Landesligisten FC Falke nach Ismaning gewechselt, hatte sich schnell einen Stammplatz erkämpft und in der Bayernliga für Furore gesorgt. Zuletzt wurde er dafür gar vom BFV zum „Talent des Monats Mai“ gekürt. Der Profivertrag beim Drittligisten Unterhaching ist nun der Lohn für Niederlechners Leistung.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir Florian langfristig an uns gebunden haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagt dementsprechend SpVgg-Manager Markus Grünberger.

Dass es nun in dem verjüngten Kader der Hachinger noch weniger ein Zuckerschlecken wird, ist Florian Niederlechner indes klar: „Wie ich einschlage und was alles passiert, weiß ich nicht.“ Aber er weiß, das er für seinen Traum alles tun wird, beispielsweise durch einen eigenen Fitnessplan. „Das Spiel wird noch körperlicher werden, noch schneller und wohl auch taktischer“, sieht er rauhere Bedingungen in der Profiliga voraus. „Der Sprung ist schon groß. Ich muss mich dort erst durchsetzen und noch mehr Gas geben.“

Sein größter Förderer, so Niederlechner, sei in Ismaning Sturmpartner Mijo Stijepic (31) gewesen, der ihm unter der Saison viele Tipps gegeben und auch zu einem Wechsel geraten habe. „Er hat mir gesagt, es gäbe nichts Schöneres als mit Kulturbeutel in die Arbeit zu gehen“, schmunzelt der Hohenlindener.

Sein normales Arbeitsverhältnis als Industriekaufmann hat der 20-Jährige darum beendet. „Mein Chef hat volles Verständnis dafür.“ Geregelte Arbeitszeiten gibt es nun für ihn keine mehr. Es regieren der Trainings- und Spielplan sowie die nun vermehrten deutschlandweiten Reisen.

Viel Zeit, über seinen großen Schritt nachzudenken, hat Florian Niederlechner jedoch nicht. Denn bereits diese Woche hat für ihn mit dem Trainingsauftakt bei der SpVgg am Dienstag ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Das SVH-Jubiläum samt dem Testspiel seines Heimat- gegen seinen Ex-Verein lässt er sich aber nicht entgehen: „Logisch, da komme ich.“ Er ist und bleibt heimatverbunden, ein Hohenlindener eben.

OLAF HEID

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