Das dominante Auswärtsgesicht des TSV

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Abgeschirmt: Attila Arkadas (r.) hält Garchings Florian de Prato in Schach.

TSV Eching - Da war er wieder, der TSV Eching Marke auswärts. Der daheim dauerkriselnde Landesligist trumpfte gestern in der Fremde groß auf und holte ein 1:1 (1:1) beim VfR Garching.

Die Zahlen verraten nicht, dass Eching den überlegenen Tabellenführer schwer am Rande einer Niederlage hatte. Die Wundertüte TSV Eching machte also ihrem Ruf alle Ehre und zeigte wie immer bei den schweren Aufgaben eine richtig starke Leistung.

Auf den letzten Drücker wurde Innenverteidiger Mustafa Kantar fit und ersparte Trainer Reiner Leitl somit größere Zaubereien in der Viererkette. Das ersatzgeschwächte Aufgebot ließ dann überraschenderweise gegen den Tabellenführer fast nichts zu. Dem TSV spielte die frühe Führung aus der sechsten Minute in die Karten. Der überraschend in die Startelf rotierte Kevin Witzl hatte auf der rechten Seite alle Zeit zum Flanken und fand den Kopf Thomas Eckmüllers. Für den Stürmer fühlte sich kein Garchinger verantwortlich, und so war das Tor absolut logisch.

In der Folgezeit hatten die Garchinger mehr vom Spiel, aber keine nennenswerten Tormöglichkeiten. Am engsten war es noch in der 26. Minute, als Kugelblitz Florian de Prato Torwart Ferdi Kozel umlief und aus extrem spitzen Winkel Richtung Tor zirkelte. Dort stand aber Mustafa Kantar und war damit der rettende Mann. Der türkische Innenverteidiger hatte kurz vor der Pause eine ganz dumme Szene, als er einen völlig unnötigen Handelfmeter verursachte. Völlig unbedrängt nahm er die Kugel mit dem Oberarm mit, obwohl er alle Zeit der Welt und ein Gegenspieler weit und breit nicht in Sicht war. Ferdi Kozel erahnte die Ecke zwar, aber für eine Parade des Strafstoßes war der Schuss von Dennis Niebauer zu platziert geschossen.

Nach dem Seitenwechsel war schnell klar, dass sich die Unentschieden-Verweigerer aus Eching auch beim Ligaprimus nicht mit einer Punkteteilung anfreunden wollten. Der TSV war in Durchgang zwei die zielstrebigerer von zwei nach vorne spielenden Mannschaften. Niemand im Stadion hätte sich beschweren können, wenn die Echinger nach 66 Minuten auch einen Elfmeter zugesprochen bekommen hätten. Leo Mayer wurde im Strafraum zu Fall gebracht, aber dem Referee war die Aktion für einen Pfiff zu wenig.

In der Schlussphase kam nichts mehr von den Garchingern. Vielmehr war die Mannschaft von Trainer Reiner Leitl einem dreifachen Punktgewinn näher. Sechs Minuten vor dem Ende spielte Eching einen mustergültigen Konter über drei Stationen, an dessen Ende Leo Mayer das lange Eck nur ganz knapp verfehlte. Zwei Minuten später parierte der Torwart den Distanzschuss des Mittelfeldmannes. Eching hätte sich über die 90 Minuten gesehen den Sieg auch verdient gehabt.

Quelle: fussball-vorort.de

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