FCI ist zu nachlässig

Doppelschlag nach der Pause schockt Muriqi-Elf

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In die Knie gezwungen: Korbinian Beck (weiß) & Co. ziehen gegen Bogen den Kürzeren.

FC Ismaning - Es war der berühmte Satz mit X: Das war wohl nix. Der FC Ismaning unterlag nach einem enttäuschenden Auftritt mit 1:2 (1:0) dem Vorletzten TSV Bogen und verliert nun doch wieder etwas den Anschluss zum oberen Tabellendrittel.

In Ismaning gibt es auch nach zehn Spielen ohne Niederlage keine Selbstläufer und das bekamen die 165 Zuschauer schnell vorgeführt mit einer gefährlichen Szene des Vorletzten, als die Ismaninger mit Glück auf der Linie klärten. Danach lieferten sich beide Teams ein eher maues Duell mit allenfalls Halbchancen. Leichte Feldvorteile hatte natürlich der FCI gegen die erst einmal mit dem 0:0 ganz zufriedenen Gäste.

Zwischenzeitlich hatte es schockierende Wirkung, dass Mijo Stijepic verletzt raus musste. Seine Wadenprobleme brachen wieder auf und ein Weiterspielen hätte keinen Sinn gemacht. In den letzten Minuten vor der Pause hatten die Ismaninger dann wenigstens doch noch das Glück, in der Verlängerung einer Standardsituation in Führung gehen zu können. Erst wurde eine Ecke geklärt, doch die zweite Hereingabe lupfte Daniel Steinacher über den Keeper.

Nach dem Seitenwechsel machte der FCI dann aber viel zu wenig für das Spiel und kam hinten erschreckend in Schwierigkeiten gegen einen alles andere als übermächtigen Kontrahenten. Zweimal musste Torwart Florian Preußer im Duell Eins gegen Eins grandios halten und hatte bei diesen Szenen das Glück von Linienklärungen beim Nachschuss. Maximilian Siebald und Daniel Steinacher verhinderten den da eigentlich schon überfälligen Ausgleich.

Bei einem unnötigen Foul an einen eigentlich aus dem Strafraum heraus laufenden Angreifer gab es dann den Elfmeter zum Ausgleich (64.). Der Treffer war kurios, weil alle Zuschauer während der Verletzungsbehandlung des Bogeners von einem Freistoß ausgingen und ziemlich baff waren, als die Spieler den Strafraum frei machten. Vier Minuten traf Tobias Richter frech aus spitzem Winkel, als er mit niederbayerischer Urgewalt den Ball unter die Latte zimmerte. Ismaning hatte nun endgültig die Quittung bekommen für die Summierung der eigenen Nachlässigkeiten.

Nach dem Doppelschlag standen die Ismaninger sichtlich unter Schock und brauchten einige Minuten, sich zu fangen. Letztlich gab es bei den Schlussbemühungen auch keine wirklich gefährlichen Szenen mehr. Trainer Xhevat Muriqi sah sich bestätigt in seiner Prognose vor der Saison: „Wir sind noch nicht da, wo uns einige im Umfeld gesehen haben.“ Auftritte wie der gegen Bogen zeigen, warum der Aufsteiger nur Mittelfeld ist in der Bayernliga.

FC Ismaning – TSV Bogen 1:2 (1:0).

FCI: Preußer – Beck, Ehret, Steinacher, Siedlitzki – Fischer (71. Aladdinoglu), Killer – Siebald, Ring – Stijepic (39. Auerweck), Olwa-Luta (60. Vidovic).

Tore: 1:0 Steinacher (41.), 1:1 Pleintinger (65., Foulelfmeter), 1:2 Richter (68.).

Gelb-rot: Beck (90.+2, wiederholtes Foulspiel).

Schiedsrichter: Florian Wernz (Landsberg) –  Zuschauer: 165.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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