Drei Punkte und ein Zaubertor für den FC Pipinsried

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Jubel um den Kleinen: Shptim Sulimani (4.v.l.) wird von seinen Kollegen geherzt. Ganz links Flankengeber Dominik Schön (nicht im Bild), daneben Christian Weiser, Christian Adrianowytsch, Erkan Atilgan und Martin Finkenzeller.

FC Pipinsried - Jubel total in Pipinsried: Mit einem Traumtor und drei Punkten geht der Dorfclub in die Winterpause. Eine Minute vor dem Fußballjahresende erzielte Shptim Sulimani das Zaubertor zum 2:0-Endstand gegen den FV Illertissen II.

von Horst Kramer

Die Partie war noch keine zehn Sekunden abgepfiffen, als sich Konrad Höß das Stadionmikrofon schnappte: „Herzlichen Glückwunsch an Tobias Strobl und seine Mannschaft für einen tollen Sieg gegen einen starken Gegner.“ Solch öffentliches Lob für Team und Trainer hat man in Pipinsried schon lange nicht mehr erlebt. Nicht nur dem FCP-Oberhäuptling ging das Herz auf, auch der Anhang war begeistert. Denn die beiden Tore gegen die imposante Illertisser Regionalliga-Reserve fielen ausgerechnet in der Schlussphase – normalerweise eine Domäne der Gäste.

Der TSV Dachau 1865 kann ein Lied davon singen, kassierten die Amperstädter doch im Match gegen die Grenzland-Schwaben fünf Treffer in 30 Minuten und verloren mit 3:5 nach einer 3:0-Führung. Deswegen wurde der Pipinsrieder Anhang nervös, als es nach einer knappen Stunde immer noch 0:0 stand. Aber genau ab diesem Zeitpunkt drehten die Gelb-Blauen auf: Fast hätte Christian Weiser die Führung per Hackentrick erzielt (59.). Fünf Minuten später tänzelte sich Dominik Schön durch die gesamte Abwehr: Sein Schuss blieb in den Schwabenbeinen hängen, Thomas Schreiners Nachschuss wurde zur Ecke abgefälscht (65.). Allerdings häuften sich auf der anderen Seite die Torchancen.

Zum Glück hütet dort Tobias Antoni den Kasten: Zweimal hatte der Ex-Gersthofener gerade noch die Finger am Leder, zweimal zielte der FV-Mittelfeldmann Dominik Trautmann zu ungenau (64./74.). Dann schlug Michael Holzhammer zu (1:0/78.). Bis zu seinem Tor agierte der gelbblaue Torjäger nicht immer glücklich, mit dem 1:0 versöhnte er (wieder einmal) alle Zweifler. Klar, dass sich der Friedberger freute, doch noch mehr jubelte Shptim Sulimani nach seinem „Tor des Jahrhunderts“ (O-Ton Höß). Es war vermutlich sein Abschiedsgeschenk an den Dorfclub, denn wenn nicht alle Zeichen täuschen, kickt der Makedonier im Frühjahr in der Bezirksliga. Ein eher verhaltenes Debüt im gelb-blauen Trikot feierte Ilias Panagiotidis. In den ersten 20 Minuten der Partie suchte er den Ball und seine Mitspieler suchten ihn. Technisch ist der Grieche stark, einen Blick für den Mann und den Raum hat er auch. Klar, dass ihm noch die Bindung an seine Mitspieler fehlt. Und offensichtlich auch die Kondition. Zur Halbzeit wurde er durch Thomas Schreiner ersetzt.

Der 19-Jährige Pipinsrieder war ein beständiger Unruheherd und an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt . Dass mit Arthur Kubica die angestammte Nummer 10 der Pipinsrieder fehlte (er war auf Familienbesuch in Polen), fiel überhaupt nicht auf. Wie sich das Pipinsrieder Personal im Winter entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Mit Dominik Sandner und Hakan Karabudak kehren zwei weitere hochkarätige Mittelfeldakteure in den Kader zurück. Am Samstag war indes Feierstimmung angesagt. „Heute sind wir zu Männern geworden“, verkündete Strobl nach dem Abpfiff. „Unsere Ausgangsposition für die Rückrunde ist hervorragend.“ Die Pipinsrieder überwintern mit nur drei Zählern Rückstand auf den Tabellenführer und freuen sich nun erst einmal auf die Weihnachtsfeier am 22. Dezember.

Quelle: fussball-vorort.de

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