"Das war Abstiegskampf pur"

Dreier für BCF-Coach Stier zum 33. Geburtstag

Alles wieder offen: Jona Lehr (2. v. re.) nimmt die Glückwünsche von Teamkollege Onur Misirlioglu entgegen; es war der sehenswerte 1:1-Ausgleichstreffer gegen die SpVgg Hankofen.
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Alles wieder offen: Jona Lehr (2. v. re.) nimmt die Glückwünsche von Teamkollege Onur Misirlioglu entgegen; es war der sehenswerte 1:1-Ausgleichstreffer gegen die SpVgg Hankofen.

BCF Wolfratshausen - Es läuft gut für den BCF Wolfratshausen: Mit dem 2:1-Heimerfolg gegen die SpVgg Hankofen-Hailing, dem inzwischen dritten Sieg in Serie, verschaffen sich Farchets Fußballer allmählich ein Polster auf die Abstiegsränge – und dem Trainer ein willkommenes Präsent zum Wiegenfest.

So lässt es sich gut feiern im Hause Stier. Am Sonntag beging der Wolfratshauser Cheftrainer seinen 33. Geburtstag. Ein dickes Präsent hatte er bereits tags zuvor von seiner Mannschaft bekommen. Wenngleich es sich nicht so einfach zustellen und öffnen ließ, wie sich Marco Stier das vielleicht erhoffte. „Das war Abstiegskampf pur“, räumte der Coach nach Spielende ein.

Der BCF musste lange richtig zittern um diesen so wichtigen Erfolg gegen den unmittelbaren Konkurrenten. Fünf Minuten währte die Nachspielzeit, ehe endlich der erlösende Schlusspfiff ertönte. Den letzten Abschnitt des spannenden Vergleichs mussten die Flößerstädter in Unterzahl bestreiten. Sandro Wolfinger handelte sich nach seinem zweiten ahndungswürdigen Vergehen die Ampelkarte ein.

Im ersten Abschnitt hatte Wolfingers regelwidriges Einsteigen gegen Ben Koumane zum Strafstoß für die Niederbayern geführt. Christian Schedlbauer verlud BCF-Keeper Kevin Pradl und schoss zum 1:0 ein. Das war insofern dumm, als in der Anfangsphase Lars Nummer und Hiroki Kotani für die Gastgeber beste Tormöglichkeiten auf dem Kopf, respektive auf dem Schlappen hatten. Doch war das Missgeschick rasch ausgemerzt. Jona Lehr erweiterte seinen Fundus an Geniestreichen: Ein erfolgreiches Dribbling gegen drei Hankofener nebst einem präzisen Abschluss in den Torwinkel zum 1:1 ließen am Attribut „sehenswert“ keinerlei Zweifel.

Die Bedeutung dieser Partie war an der Vielzahl von Fouls abzulesen. Es ging weniger um Fußball als um den puren Willen. Die gelben Karten häuften sich, und neben Wolfinger hätte auch Onur Misirlioglu vorzeitig in der Kabine verschwinden können. Nach einem Foul an Koumane forderten die Gäste vehement den Ausschluss des Wolfratshauser Innenverteidigers. „Er war letzter Mann, das war klar Rot“, unterstrich SpVgg-Coach Christian Schwarzensteiner. Glück braucht man eben in entscheidenden Momenten.

Das galt auch für die Hereinnahme von Gilbert Diep. Keine fünf Minuten wirkte der Angreifer mit, als ihm nach einer Freistoßflanke von Kotani per Kopf der umjubelte Führungstreffer gelang. „Er ist nah dran an der Startelf, das hat er sich verdient“, lobte Stier seinen Joker. Und Glück zum Dritten: Zu Beginn der Schlussphase verfehlte Koumane freistehend aus zwölf Metern die lange Ecke des Farcheter Kastens. Da konnte man schon beinahe von einem Hundertprozenter sprechen, den Hankofen in dieser Szene liegen ließ. Auf Wolfratshauser Seite verpassten Misirlioglu und Michael Marinkovic ein klareres Ergebnis. „Beides Hochkaräter, wir müssen das 3:1 machen, so aber war es bis zur letzten Minute spannend“, bilanzierte Stier – dann stellten sich allmählich die Feierlichkeiten ein.

BCF Wolfratshausen – SpVgg Hankofen  2:1 (1:1)

BCF Wolfratshausen: Pradl – Wolfinger, Misirlioglu, Nummer, Skoro, Potenza, Onyemaeke (56. Gi. Diep), Marinkovic (83. Gr. Diep), Kotani (79. Korkor), Lehr, Hauk;

Tore: 0:1 (25,) Schedlbauer (Foulelfmeter), 1:1 (32.) Lehr, 2:1 (60.) Gi. Diep

Gelbe Karten: Wolfinger, Misirlioglu, Nummer, Diep, Lehr (BCF)– Lazar, Schedlbauer (SpVgg)

Gelb-Rote Karten: Wolfinger (68., BCF), Schedlbauer (90+4, SpVgg)

Schiedsrichter: Paul Birkmeir

Zuschauer: 100.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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