Ein Dreier fehlt noch zur genialen Woche

Fast nicht zu stoppen, wenn er gesund ist: Bernd Häfele (r.) setzt im Mittelfeld Akzente. Foto: Michalek

FC Ismaning - Ohne seine tragische Krankengeschichte würde Bernd Häfele wohl nicht beim FC Ismaning, sondern irgendwo im Profifußball spielen.

Diese These bestätigte der geniale Fußballer wieder einmal am Mittwoch bei der 3:0-Gala gegen Eltersdorf.

Der Mittelfeldmann legte das 1:0 mit einem sensationellen Alleingang auf und zeigte in einer Aktion wieder den FC Ismaning, der vor der Krise immer für magischen Fußball gut war. Deshalb fährt der Vorjahresmeister zu seiner Aufholjagd-Fortsetzung am Samstag (15 Uhr) zum SB/DJK Rosenheim mit richtig breiter Brust. „In so einem Spiel brauchst du einfach einmal eine überragende Einzelaktion, um die Dose zu öffnen“, sagt Trainer Frank Schmöller.

Häfele startete in der eigenen Hälfte von der Doppelsechs und sprintete durch bis zur Torlinie, wo nach seinem Querpass Mijo Stijepic nur noch den Fuß hinhalten musste. „Ich war selbst überrascht, als sich mir da der Raum geöffnet hat“, sagt Häfele. Für Schmöller war das Tor mit spielerischer Extranote fast logisch: „Wenn wir über den Kampf in das Spiel finden, dann gelingen auch wieder die guten Dinge.“

Ein gutes Ding war auch der ganz feine Heber von Stijepic über den Keeper zum 3:0. Das Schlitzohr spekulierte mit einem Abtauchen des Torwarts und lag richtig. „Der Heber war nicht schlecht“, sagte Stijepic mit Spitzbubenlächeln. Im Klartext: Der Riesenfußballer ist wieder der Alte nach vier Toren in zwei Spielen.

Schmöller sagte am vergangenen Wochenende, dass diese Woche genial werden könnte für Ismaning. „Zu der Woche gehört aber noch der Samstag“, warnt der Trainer. In Ismaning hat noch niemand das Hinspiel vergessen. Das 0:4 gegen den SB/DJK Rosenheim war die höchste Niederlage und der absolute Tiefpunkt der Saison. In der Tabelle hat der FCI als Zehnter den Aufsteiger (13.) schon überholt, aber nun möchte der Vorjahresmeister im direkten Duell noch einiges gerade rücken.

Der wesentliche Unterschied für Rosenheim zum Hinspiel ist das neue Ismaninger Selbstvertrauen. „Die Mannschaft hat in den zwei Heimspielen gezeigt, warum wir von ihr so überzeugt sind“, sagt Schmöller. Und Bernd Häfele fällt der Vergleich zum Meisterjahr 2010/11 auch ganz leicht: „Wenn wir so weiter spielen, dann fehlt nicht mehr viel.“

Nico Bauer

FCI: Pingitore - Maurer, Knauer, Weiser, Hübl - Bachinger, Häfele - Fries, Negele (Lopez) - Stijepic, Wolf.

Quelle: fussball-vorort.de

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