BFC: Durchatmen an der Kräuterstraße

Aggressiv, aber kaum Fouls: Christian Linder (li.) bekam von BCF-Trainer Andi Brunner ein Lob verpasst. foto: rabuser

Wolfratshausen - Die Erleichterung beim BCF Wolfratshausen nach dem 4:1-Sieg über Affing war deutlich zu spüren. Das Aufrücken ins Mittelfeld der Landesliga tat der geschundenen Farcheter Seele gut.

Trainer Andreas Brunner hatte zuletzt durchklingen lassen, seiner Elf fehle „die Mannschaftsstruktur für einen Abstiegskampf“. Zumindest ist der Ballclub inzwischen wieder in der Lage, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. In den vier verbleibenden Heimspielen stellen sich durch die Bank Kontrahenten vor, die nach jetzigem Stand maximal drei Zähler von den Farchetern entfernt sind. Mit Ausnahme des SV Pullach rangieren die betreffenden Konkurrenten hinter dem BCF.

Schaut also nicht so schlecht aus, wäre da nicht die wöchentliche Statusmeldung aus der Krankenabteilung. Lech Kasperek laboriert an einer schweren Knöchelprellung und wird mindestens zwei Wochen fehlen. Am Montag konnte sich der BCF-Kapitän nur humpelnd fortbewegen. Etwas besser sieht es bei Michael Rauch aus, der womöglich am Samstag in Burghausen wieder im Kader steht. Auch Marley Amanquah wird nach seiner Grippe dieser Tage im Training erwartet - nach Stand der Dinge ab sofort wieder auf Gras statt Kunstrasen.

Den Auftritt gegen Affing bezeichnete Brunner als Fortschritt. Insbesondere das Spiel gegen den Ball sei „ein Schritt nach vorne“ gewesen. Lob gab es vom Trainer für Jakob Taffertshofer und Christian Linder, die ihre Aufgaben aggressiv angegangen seien, dafür aber „kaum Fouls“ benötigten. Auch seinem zentralen Pärchen Kretzinger/Huber stellte Brunner ein gutes Zeugnis aus. Kretzinger habe „sehr gut gespielt“, Huber setze sich trotz Steigerung immer noch „wahnsinnig unter Druck“, weswegen er seine Leistungsgrenze momentan nicht erreiche. Manuel Pratz attestierte der Coach „überragende Standards“, im laufenden Spiel würden „einige Prozent“ fehlen. Mit Michael Pföderl seien nun wieder „ganz andere Emotionen“ im Spiel seiner Elf, aber er brauche noch Spielpraxis. Die Leistung von Pföderls Bruders stellte Brunner ebenfalls zufrieden. Tom Pföderl habe öffnende Pässe gespielt und Präsenz bei Standards gezeigt. Jetzt müssten die Abläufe weiter automatisiert werden.

Man dürfe nicht vergessen, so Brunner, Affing habe nicht die Qualität der vorangegangenen Gegner Kottern und Rosenheim gehabt. Seine Elf sei hingegen „stark verbessert“ aufgetreten, wodurch das Ergebnis „in der Summe gravierend“ ausfiel.

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Quelle: fussball-vorort.de

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