Eching hat den Coach mit den hellseherischen Fähigkeiten

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Nicht zu stoppen: Echings Torschütze vom Dienst, Fabijan Hrgota, war erneut der Matchwinner und konnte sich gegen Durach zweimal in die Torschützenliste eintragen.

TSV Eching - Der TSV Eching ist wieder voll im Geschäft: Am Samstag gewann der Landesligist hochverdient 3:1 (1:0) gegen den VfB Durach und darf sich nun endlich als vollwertiges Mitglied des Tabellenmittelfeldes fühlen.

VON NICO BAUER

Eching – Reiner Leitl und seine Vorhersagen für Heimspiele passen derzeit zu hundert Prozent. Zuletzt gegen Sonthofen versprach er ein Spektakel – und das gab es dann auch (4:3). Diesmal bereitete der Coach die Fans auf ein Geduldsspiel vor, auf das seine Mannschaft gut eingestellt war. Die mit Trauerflor für die verstorbene TSV-Legende Wolfgang Donders angetretenen Gastgeber waren 45 Minuten im Vorwärtsgang und verloren auch nicht den Kopf, als das Tor nicht fallen wollte. In der 45. Minute gelang Janis Hoffmann dann mit einem platzierten und unhaltbaren Flachschuss aus 20 Metern die Führung.

Dieser Schlusspunkt der ersten Halbzeit hätte gut und gerne schon das 2:0 oder 3:0 sein können, denn das Heimteam machte den Zuschauern viel Freude und zeigte starken Fußball mit Köpfchen. Zuvor brachten die Echinger nämlich zweimal das Aluminium zum Klingen. Zwischenzeitlich wollte sich der Duracher Manuel Welte einen Platz in der Statistik sichern, als er im Stile eines Klassestürmers die Kugel an die Latte des eigenen Tores wuchtete (26.). Den Pfosten traf dann Niklas Hoffmann mit einem Schuss aus der Drehung (33.). Das waren aber nur die Highlights einer guten ersten Hälfte. Auch nach hinten war der Auftritt ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu den letzten Spielen. Die Echinger machten nach der Pause nicht den Fehler, sich zurückzuziehen. Weiter spielte der TSV durchaus sehens wert nach vorne und sorgte so vor allem dafür, dass Keeper Ferdinand Kozel zwischen den Pfosten den schönen Spätsommertag störungsfrei genießen konnte. Der Aufsteiger machte einen richtig guten Job und versäumte es eigentlich nur, den wohl vorentscheidenden zweiten Treffer nachzulegen. Und das wurde in der 77. Minute völlig aus dem Nichts gnadenlos bestraft:

Die Echinger Innenverteidiger ließen sich einmal ins Mittelfeld locken und waren deshalb ungeordnet. So kam Daniel Mohr an den Ball – mit eineinhalb Schritten Vorsprung auf Innenverteidiger Dennis Schulz. Der Duracher umkurvte Kozel und schob cool ein. Danach brauchten die Schwarz-Weißen fünf Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen. Vielleicht erinnerten sich die Echinger wieder an die Worte ihres Trainers – mit dem Hinweis auf die Geduld. Diese hatte vor allem Fabi Hrgota, der den Gäste-Fehler regelrecht roch, den diese bei einer missglückten Kopfball-Rückgabe machten. Der Goalgetter störte die vermeintlich harmlose Aktion und schlug in der 84. Minute genauso aus dem Nichts zu wie sieben Minuten zuvor Durach. Nach dem Tor ließen es die Echinger in den Schlussminuten noch einmal richtig krachen: Erst traf Peter Enckell die Unterkante der Latte (88.) und 120 Sekunden später baute Hrgota mit einem Abstauber seine Saisonbilanz auf nunmehr zehn Tore aus. In der Torjägerliste liegt er damit auf dem dritten Platz der Landesliga. Und der 16. Platz seiner Mannschaft erscheint eine Momentaufnahme, die sich bald massiv ändern kann. Bis zum Neunten Kottern sind es nur noch vier Zähler Differenz.

Stimmen zum Spiel Trainer Reiner Leitl:

„Der Gegner hat uns am Ende etwas geholfen, aber wir waren auch 90 Minuten die bessere Mannschaft. Ich bin hoch zufrieden. Die Standards passen bei uns – und spielerisch wird es immer besser. Wenn man das Spiel aber so klar wie wir im Griff hat, dann darf so ein Fehler wie in der Entstehung des 1:1 nicht passieren.“

Doppeltorschütze Fabi Hrgota:

„Der Sieg geht in der Höhe voll in Ordnung. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. Ich wusste, dass ich am Ende noch meine Chance bekommen würde.“

Abteilungsleiter Marcus Heiss:

„Ein 1:1 wäre für uns eine gefühlte Niederlage gewesen. Die Duracher haben am Ende einen brutalen Fehler gemacht und dann ist eben der Fabi da. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Situation.“

nb

Quelle: fussball-vorort.de

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