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Eching-Schock: Manuel Stangl will weg

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Von: Christoph Englmann

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Manuel Stangl will den TSV Eching wieder verlassen. Foto: Sven Leifer
Manuel Stangl will den TSV Eching wieder verlassen. Foto: Sven Leifer

Manuel Stangl wurde als Hoffnungsträger von der Echinger-Führungsetage in der Winterpause verpflichtet. Der Start des Ex-Bayernliga-Kicker war verheißungsvoll: In den beiden ersten Partien knipste Stangl je einmal. Nach der Roten Karte in Freilassing war jedoch der Wurm drin beim 24-Jährigen. Die Echinger stecken weiter tief im Abstiegsstrudel, obwohl Stangl in der letzten Partie (1:2-Pleite gegen Töging) wieder netzte. Vergangene Woche stellte der TSV das neue Trainer-Duo (Steinacher und Lösch d.Red.) für die kommende Saison vor. Für Stangl ist die Entscheidung ein No-Go, er will weg und zwar schnellstmöglich! Im Interview spricht der 24-Jährige Klartext.

Manuel Stangl derzeit stehen Sie mit dem TSV Eching auf einem Relegationsplatz in der Landesliga. Schaffen Sie den Klassenerhalt?

Stangl: Der direkte Klassenerhalt wird verdammt schwer in unserer momentanen Verfassung. Aber ich bin davon überzeugt, dass es über die Relegation machbar für uns ist.

Nachdem das neue Trainer-Gespann des TSV Eching mit Daniel Steinacher und Gerhard Lösch bekannt gemacht wurde, wollen Sie den Verein verlassen. Warum?

Das liegt bestimmt nicht am TSV Eching. Auf menschlicher Ebene würde es zwischen Daniel Steinacher und mir nicht klappen. Ich kenne Daniel aus persönlichen Duellen auf dem Platz, klar werden Nickligkeiten auf dem Platz ausgetauscht. Aber es gab Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass es menschlich einfach nicht passt. Als uns die Trainer-Entscheidung mitgeteilt wurde, warfür mich klar, dass es für mich beim TSV nicht weiter gehen kann.

Wenn der entlassene Willi Kalichman – hatte Stangl verpflichtet - auch die kommende Saison der Trainer des TSV wäre, würdest du dann weiterhin in Eching auf Torejagd gehen?

Unter Kalichman wäre ich definitiv geblieben. Ich hatte einen tollen Start in Eching, mit den zwei Toren zu Beginn. Nach der Roten Karte lief es leider nicht mehr so gut für mich.

Du bist im Winter nach Eching gewechselt. Wie hast du die Rückrunde erlebt?

Es hat total Spaß gemacht, das Team ist charakterlich super drauf! Fußballerisch haben wir jedoch ein paar Schwachstellen. Für mich war es eine neue, schwierige Erfahrung, gegen den Abstieg zu spielen. Das war bei meinen bisherigen Stationen nicht der Fall. Der Druck auf einen Spieler ist enorm. Es ist nicht einfach, trotzdem seine Leistung abzurufen.

Welche Vereine kämen für dich in Frage. Beziehungsweise welche Liga?

Von Bezirksliga bis Bayernliga kommt alles in Frage. Es gab bereits ein paar Anfragen, allerdings keine, die mich vom Hocker gerissen hätte. Natürlich muss der Fußball, auch mit meinem Beruf zu vereinen sein. Ich bin ja kein Profi. (lacht) Aber es besteht auf jeden Fall Wechselbedarf.

Kannst du dir eine Rückkehr zum TSV Dachau vorstellen?

Ich arbeite zwar mit dem Vorstand zusammen, aber erstmal nicht. Für mich ist es wichtig, Spielpraxis zu sammeln und Spaß am Fußball zu haben.

Welche fußballerischen Fähigkeiten machen dich zu einem guten Stürmer? Und interessant für andere Vereine?

Für meine 1,90 Meter bin ich technisch gut ausgebildet dank meiner Zeit in der Jugend der SpVgg Unterhaching und beim SV Wacker Burghausen. Ich kann die Bälle sehr gut festmachen und dann auf das nachrückende Mittelfeld verteilen.

Welcher Spielertyp aus dem Profi-Geschäft ähnelt dir?

Mein sportliches Vorbild ist Zlatan Ibrahimovic. Vergleichen würde ich uns aber nicht. (schmunzelt) Wie er mit dem Ball umgeht, ist einfach Weltklasse. Zudem ist er ein richtiger Typ, das imponiert mir.   

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