Eching unterliegt Tabellenführer deutlich

„Wir bekommen das nicht hin, was uns am Anfang stark gemacht hat, beispielsweise das sichere Kombinieren und das Ausnutzen von großen Chancen!“
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„Wir bekommen das nicht hin, was uns am Anfang stark gemacht hat, beispielsweise das sichere Kombinieren und das Ausnutzen von großen Chancen!“

TSV Eching - Die Auswärtsfahrten des TSV Eching in Richtung Niederbayern stehen in dieser Saison unter keinem guten Stern. Beim Tabellenführer TSV Waldkirchen kassierten die Zebras eine letztlich auch in der Höhe verdiente 4:0-Niederlage.

Dabei begann die Partie, ähnlich zu den Auftritten in Passau und Ergolding, mit einer Großchance für die Mannschaft von Spielertrainer Janis Hoffmann. Fabijan Hrgota setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Eren Bircan. Der Spielzug, quasi eine Kopie des Siegtreffers gegen den SV Erlbach aus der Vorwoche, führte diesmal allerdings nicht zu

m gewünschten Erfolg, da Waldkirchens Schlussmann Matthias Lippert glänzend parierte. Es blieb die beste Echinger Offensivaktion, denn fortan übernahm der Klassenprimus das Kommando vor eigenem Publikum. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Manuel Mader verwertete ein Zuspiel von Martin Krieg zum 1:0 (22.). Keine fünf Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Ferdinand Kozel. Nach einem Eckstoß bekamen die Zebras den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Krieg traf abgefälscht zum 2:0. Mannschaftskapitän Michael Rödl bemängelte nicht nur bei dieser Standardsituation fehlende Cleverness. „Leider machen wir häufig die gleichen Fehler und lernen nicht wirklich daraus“, urteilte Rödl.

Nach dem Doppelschlag verloren die Echinger komplett den Faden, gaben die Ordnung auf, um auf „Gedeih und Verderben“ (O-Ton von Keeper Kozel) schnell den Anschlusstreffer zu erzwingen. Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Thomas Wagner hätten eher noch die Gastgeber nachlegen können. Alle Pläne für den zweiten Durchgang wurden bereits in der 49. Minute komplett über den Haufen geworfen. Sieben Waldkirchener postierten sich bei einer Ecke am kurzen Pfosten. Aus dieser „Rudelbildung“ traf Mader zum 3:0. „Mir fällt nicht ein, wie das Tor zu verteidigen gewesen wäre“, zeigte sich Kozel ob dieser ungewöhnlichen Variante ratlos. Wiederum Krieg stellte dann frühzeitig den Endstand zum 4:0 her (59.).

„Das Ergebnis lässt wieder mal glauben, dass wir absolut unterlegen waren. Aber das war nicht so. In den entscheidenden Situationen waren wir einfach nicht präsent“, bewertete Hoffmann die vom Resultat her deutliche Niederlage. „Wir rufen leider zu selten unser Potenzial ab“, ergänzte Rödl, während Kozel noch einen Schritt weiter ging: „Wir müssen einfach mal selbstkritisch die eigene Leistung betrachten. Das ist bei uns ein kleines Problem, weil die Fehleranalyse oft nicht auf sich selbst bezogen wird“, bedauerte der Torwart.

Hoffmann lieferte die Gründe: „Wir bekommen das nicht hin, was uns am Anfang stark gemacht hat, beispielsweise das sichere Kombinieren und das Ausnutzen von großen Chancen!“ JOCHEN JÜRGENS

Quelle: fussball-vorort.de

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