Echings Seuche gegen niederbayerische Teams hält an

Tritt ins Leere: Peter Enckell, beobachtet von Trainer und Ersatzbank, verfehlt hier stellvertretend für den TSV den Ball.
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Tritt ins Leere: Peter Enckell, beobachtet von Trainer und Ersatzbank, verfehlt hier stellvertretend für den TSV den Ball.

TSV Eching - Es war alles wie immer: Die Niederbayern kamen, kämpften und siegten. Mit 2:0 (0:0) setzte sich die SpVgg Plattling in der Landesliga Südost beim TSV Eching durch.

Von Nico Bauer

Für die Kicker von der Dietersheimer Straße war es im sechsten Heimspiel gegen eine Truppe aus dem bayerischen Osten die fünfte Pleite. Und wieder einmal war es ein enorm frustrierender Nachmittag. Es gibt reihenweise Parallelen zu den Heimpleiten davor. Wie schon die anderen Eching- Bezwinger Dingolfing (0:1), Vilshofen (1:2), Waldkirchen (0:2) und Passau (0:2) kam kein übermächtiger Gegner, der aber auf die defensive Kompaktheit setzte.

Der TSV ging die Aufgabe gar nicht schlecht an und spielte unter dem Strich eine Ordentliche erste Halbzeit. Eching bestimmte das Geschehen, aber daraus resultierten keine nennenswerten Torabschlüsse. Die Ansätze auf den Flügeln rochen schon etwas nach Gefahr, aber der letzte Pass verpuffte. Für den einzigen wirklichen Aufreger sorgte die Schiedsrichterin, mit deren manchmal schwer nachvollziehbaren Entscheidungen beide Seiten gleichermaßen haderten. Ein Beispiel: Nach 20 Minuten forderten die Echinger massiv einen Elfmeter. Fabi Hrgota hatte sich bis zur Grundlinie durchgetankt und wurde dann für die Zuschauer auch gut hörbar getroffen. Die Pfeife blieb stumm und nichts war es mit der Chance auf das 1:0, das den gordischen Knoten der Niederbayern-Heimspiele hätte lösen können.

Bitter wurde es dann in der zweiten Hälfte: In diesen ernüchternden 45 Minuten kam so gut wie gar nichts mehr von den Gastgebern. Mit dem Tor in der 57. Minute war die Partie entschieden: Plattlings Burmberger zog aus rund 25 Metern ab und zimmerte die Kugel in das Kreuzeck, wie es ihm wohl nicht so oft in einem Punktspiel gelingt. Kurz danach gab es noch eine halbe Echinger Chance – und zwar als Fabi Hrgota am Fünfmeterraum den Ball unnötig stoppte und so zu lange brauchte, um zum Abschluss zu kommen. Das war dann auch alles an Echinger Torgefahr in der zweiten Halbzeit.

Der sehr tiefe Boden im Stadion an der Dietersheimer Straße spielte dann natürlich auch den in Führung liegenden Gästen in die Karten. Plattling stellte sich nur noch hinten rein und haute die Bälle kompromisslos weg. Den Echingern fehlten auch die Ideen, um das Bollwerk ins Wackeln zu bringen. Eine Trotzreaktion wie vor zwei Wochen beim Rückstand gegen Markt Schwaben war nicht zu erkennen. Die Auswechslungen griffen diesmal nicht spürbar und die Torgefahr aus dem Mittelfeld war Nullkommanull. „Wir haben aus der Distanz geschossen wie die Nachtwächter“, schimpfte Fußballabteilungsleiter Marcus Heiss. Bei den Versuchen waren die Fahrradständer vor dem Sportheim gefährdeter als das Tornetz oder die Pfosten.

Den Plattlingern war das egal. Sie legten zum Schluss noch den zweiten Treffer drauf und freuten sich, dass auf Echings Niederbayern- Heimschwäche Verlass ist.

Quelle: fussball-vorort.de

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