Eckmüller-Doppelpack rettet Eching

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Thomas Eckmüller war mit seinen Treffern zum Ausgleich und der 2:1-Führung ein wichtiger Bestandteil des Echinger Sieges (Archivbild)

TSC Eching - Eching brauchte erst einen neuerlichen Rückstand, um Falke Markt Schwaben doch noch mit 3:1 (0:0) aus dem Stadion zu schießen. Ein Echinger schnürte sogar einen Doppelpack.

Die erste Halbzeit war vom üblichen Heimspiel- Geplänkel geprägt. In einer ausgeglichenen Partie gab es so gut wie keine Torszenen. Sowohl die starken Gäste aus Markt Schwaben als auch die Echinger verfolgten vorrangig das Ziel, sich erst einmal kein Gegentor einzufangen. Das 0:0 nach 45 Minuten war die logische Konsequenz.

Nach dem Wechsel waren weitere Parallelen zu den bisherigen vier Heimniederlagen nicht zu übersehen: Eching erhöhte die Schlagzahl und kam auch zweimal gefährlich vor das Falke-Gehäuse. Ferhat Serefliogullari hatte eine große und Thomas Eckmüller eine sehr große Chance zum 1:0. Wie gewohnt, klingelte es nach genau einer Stunde aber auf der anderen Seite, und es roch wieder nach einer Heimniederlage. Das Tor entstand aus einem Konter heraus, bei dem die Echinger komplett aufgerückt waren. Die Falken hatten schon in der Mitte der eigenen Hälfte allen Platz der Welt und spielten den Angriff über drei Stationen nach vorne. Dort hatte Markt Schwaben mit Jan Bergerhoff dann genau den richtigen Mann: Er ließ Torwart Ferdinand Kozel im Eins gegen Eins nicht den Hauch einer Chance.

Ab der 61. Minute passierte aber genau das Gegenteil zu dem, was sich in den jüngsten Partien abgespielt hatte. Den Auftakt machte Trainer Leitl, der sich seiner Jacke entledigte und nur noch im T-Shirt dastand. Die Zuschauer froren schon alleine beim Hinsehen. Aber auch auf dem Platz änderte sich etwas: Bis dato war nach einem Rückschlag wie diesem auch noch das letzte bisschen Selbstvertrauen verloren. Diesmal ging ein Ruck durch die Mannschaft, die das Glück nun erzwingen wollte.

Der Ausgleich von Stürmer Thomas Eckmüller in der 75. Minute war aber eine schwere Geburt: Nach einer Freistoßflanke von Leo Mayer und einem Stellungsfehler eines Innenverteidigers kam Eckmüller frei zum Abschluss und bugsierte die Kugel im zweiten Versuch am Keeper vorbei über die Linie. Das Tor war typisch für den charakterstarken Eckmüller, der alles für die Mannschaft gibt und sich nie hängen lässt.

Nach diesem erzwungenen Ausgleich hatten sich die Echinger dann aber den ganz fein herausgespielten Treffer zum 2:1 verdient. TSV-Kapitän Janis Hoffmann hatte einen schönen Doppelpass mit Stürmer Fabi Hrgota gespielt und dann direkt weitergelegt zu Eckmüller, der den Doppelschlag binnen 240 Sekunden perfekt machte. Den Deckel drauf setzte dann Enzo Potenza mit einem mächtigen Geschoss von der Strafraumgrenze (90.).

„Vielleicht haben wir das Gegentor gebraucht“, meinte Trainer Reiner Leitl nach dem Spiel. Ihm fiel ein zentnerschwerer Stein vom Herzen – „ich habe mit meiner Mannschaft gelitten“.

Nun kann der TSV Eching ohne großen Druck am kommenden Sonntag zum Derby beim Tabellenführer VfR Garching antreten.

Von Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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