Bei einer Niederlage wird es eng für Pullach

Volkan Cukur (M.) soll im Pullacher Mittelfeld für Spielkultur sorgen. Foto: Robert Brouczek

SV Pullach - Schweren Zeiten scheint der SV Pullach entgegenzugehen: Am Samstag (16 Uhr) empfangen die Raben den Aufstiegsaspiranten FC Augsburg II, danach folgen drei Auswärtsspiele.

Gegen Augsburg wird es sehr, sehr schwer, und wenn wir dieses Heimspiel verlieren, geht das Zittern wieder los“, fürchtet Theo Liedl ein weiteres Abgleiten in die Gefahrenzone, wobei der SVP-Manager ohnehin betont: „Wir sind immer noch im Abstiegskampf.“

33 Punkte haben die Pullacher als Tabellensiebter auf dem Konto. „42 braucht man, um sicher zu sein“, glaubt Liedl. Neun Zähler fehlen also noch, das sollte eigentlich machbar sein in zehn verbleibenden Partien. Doch Liedl erinnert an die Vorrunde: „Da hat es auch mit Landsberg angefangen.“ Eine 2:4-Heimpleite gegen das Team vom Lech leitete damals eine Negativserie von zwei Punkten aus sieben Spielen ein. Und vor einer Woche ging der SVP in Landsberg 1:4 baden. Die Parallelen lassen Liedl das Schlimmste fürchten, zumal das Personal knapper ist als noch in der ersten Hälfte der Spielzeit. „Wir haben im Verlauf der Saison zehn Leute verloren.“ Und so bleiben Trainer Carsten Teschke, der am Donnerstag seinen 40. Geburtstag feierte, kaum Alternativen, um den Konkurrenzkampf anzuheizen.

Nach der Leistung von Landsberg zu urteilen, wäre aber gerade ein interner Wettbewerb um die Stammplätze nötig. „Da sind einige mit maßloser Selbstüberschätzung dabei“, findet Liedl, der zudem den teilweise himmelweiten Unterschied zwischen kompakten und erfolgreichen Heimauftritten gegenüber den oft mutlosen Gastspielen seiner Raben als „Einstellungssache“ empfindet. Der einzige Spieler, der neu in die Startelf rücken wird, ist aber der zuletzt aus privaten Gründen abwesende Volkan Cukur, der für ein bisschen Spielkultur sorgen soll. „Er hat in Landsberg besonders gefehlt, weil er auch mal den Ball halten kann.“ Auch Stefan Suchanke wäre ein Gewinn, nach dreiwöchiger Pause wegen einer Risswunde am Schienbein stößt der routinierte Stürmer wieder zum Kader. „Aber er wird sicher nicht von Anfang an spielen“, so Liedl.

Ungemach droht den Pullachern übrigens nicht nur von der Mannschaft des Tabellenvierten, sondern möglicherweise auch von dessen Fans. Angeblich kommt eine Busladung von Anhängern, die bei den Profis keinen Zutritt mehr haben, an die Gistlstraße. Die Polizei wird dem Spiel jedenfalls in Form einiger Streifen vor Ort ungewöhnlich große Aufmerksamkeit widmen. Umberto Savignano

SV Pullach: Shohat - Purschke, Heckel, Heise, Dörfler, Königer, Schuff, Duswald, Cukur, Rauch, Schlichting

Quelle: fussball-vorort.de

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