Elfer verschossen, Ausgleich spät kassiert

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching hat sich erneut von einem Ex-Hachinger die Laune verderben lassen. Nicht nur das Gegentor von Mijo Tunjic ärgerte die Hachinger, sondern auch die eigene Chancenverwertung.

Vor dem 2:2 (2:1) der SpVgg Unterhaching gegen den FC Rot-Weiß Erfurt hatte man bei den Hachingern noch davor gewarnt: Achtung, ein ehemaliger Hachinger steht in den gegnerischen Reihen! Doch wie bereits gegen den VfB Stuttgart II (0:3) und gegen Kickers Offenbach (0:3), als die Ex-Hachinger Michael Vitzthum und Thomas Rathgeber trafen, konnten die Hachinger auch diesmal einen Treffer eines Ex- Spielers nicht verhindern. Mijo Tunjic traf und verdarb den Rot-Blauen vor 2450 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark die Stimmung. Es war ärgerlich, dass Mijo getroffen hat“, sagte Hachings Torwart über seinen früheren Mitspieler.

Die Stimmen zum Spiel

Rassiger Zweikampf: Hachings Stephan Thee (im roten Trikot) stemmt sich seinem Erfurter Gegenspieler entgegen. Später verschoss er einen Elfmeter.

In den Anfangsminuten gab es für Haching zunächst noch wenige Gründe, sich zu ärgern. Beide Teams tasteten sich ab. Erst ein Schuss von Florian Niederlechner ließ die SpVgg zum erstenmal aufhorchen (11.). In der 18. Minute sorgte der Angreifer dann erneut für Aufregung, als Niederlechner in Erfurts Strafraum nach einem Zweikampf zu Boden ging. Doch Bundesliga-Schiedsrichter Jochen Drees ließ nach dem Zweikampf weiterlaufen. In Folge wurde Haching vor dem Tor der Thüringer vor allem über Standardsituationen gefährlich. Nach einem hereingebrachten Freistoß von Yasin Yilmaz klingelte es das erste Mal im Tor des zweimaligen DDR-Meisters. Dominik Rohracker stand nach dem von Erfurt-Torwart Marcus Rickert in die Mitte abgewehrten Ball im Rückraum goldrichtig und traf zum 1:0 (27.). Nach dem Führungstreffer riss den Rot-Blauen der Faden. Die Gäste fanden immer besser ins Spiel. Nach guten Chancen von den Erfurtern Mijo Tunjic (31.) und Kevin Möhwald (32.) rächte sich dann wenig später die Passivität der Hausherren. Tunjic verwerte eine Vorlage zum Ausgleich (36.) als die Hachinger wegen einer Behandlung des am Kopf verletzten Yasin Yilmaz nur zu zehnt auf dem Feld waren.

„Am bittersten ist es schon, wenn man dann zu zehnt den Ausgleich fängt. Aber wir haben davor schon den zweiten Ball nicht verhindert und waren in der Tiefe nicht geschlossen“, sagte Cheftrainer Claus Schromm. Es ging mit Yilmaz weiter, der zuvor mit einem Stollen im Gesicht getroffen wurde und anschließend mit einem Verband weiterspielen musste. Doch die Rot-Blauen blieben lethargisch und hatten doppelt Glück. Zunächst vergaben die Gäste durch Nils Pfingsten-Redding eine gute Chance zur Führung (43.). Und kurz vor dem Seitenwechsel trafen die Hachinger erneut nach einem Freistoß von Yilmaz durch ein Kopfballtor von Maximilian Drum zum glücklichen 2:1-Pausenstand (45.). Erst nach der Pause verbuchten die Hausherren die besseren Möglichkeiten. Doch Dominik Rohracker scheiterte mit einem Heber an Erfurts Schlussmann Marcus Rickert (53.) ebenso wie Stephan Thee, der bei einem Foulelfmeter in Rickert seinen Meister fand (61.). Auch Niederlechner (72.), Maximilian Welzmüller per Freistoß (75.) und Rohracker bei einer aussichtsreichen eins-gegen-eins-Situation mit Rickert (78.) brachten den Ball nicht im Tor unter.

„Wir haben den Matchball nicht gemacht“, haderte Cheftrainer Claus Schromm. Die Gäste wurden im zweiten Durchgang bis auf einen Schuss von Phil Ofosu-Ayeh (59.) erst in der Schlussoffensive wieder aktiver und nutzten die Hachinger Nachlässigkeiten. „Wir haben um das Tor gebettelt und standen nur noch hinten drin“, sagte Yilmaz. Nachdem Kevin Möhwald (82.) und Tunjic (85.) beste Erfurter Möglichkeiten noch liegen ließen, war es dann Dominick Drexler, der in der Schlussminute die passiven Hausherren mit dem Ausgleich bestrafte.

Quelle: fussball-vorort.de

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