Am Ende bleibt wieder nur der Frust

Die Enttäuschung war nicht nur auf dem Platz groß.
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Die Enttäuschung war nicht nur auf dem Platz groß.

SV Heimstetten - Außer Spesen nichts gewesen. Seit Jahren gilt das Motto für Heimstettener Auswärtsspiele beim TSV 1860 Rosenheim. Der Regionalligist im Abstiegskampf machte gestern ein ordentliches Spiel, unterlag dann aber gnadenlos effektiven Hausherren 1:2 (0:1).

Spiele in Rosenheim sind selten ein Leckerbissen und noch seltener von Erfolg gekrönt, wenn die anreisende Gästemannschaft aus Heimstetten kommt. Gestern war es anfangs nicht anders. Wirklich ansehnlich war der Kick nicht, denn Vieles war Stückwerk auf beiden Seiten. Es gab viele Fehlpässe und so gut wie gar keine gefährliche Aktion vor den beiden Toren.

Die Gäste standen defensiv kompakt und zwangen Rosenheim zu weiten Bällen, die wirkungslos waren. Einen Hauch von Torgefahr gab es in der 9. Minute, als Christoph Schmitt einen Freistoß von der Torauslinie scharf nach Innen trat. Dort verpassten Freund und Feind den Ball, wobei Sammy Ammari nur wenige Zentimeter von einer Großchance entfernt war. Und dann kam irgendwann wieder das, was in Rosenheim irgendwie jedes Mal passiert.

Der TSV 1860 schoss das klassische Tor aus dem Nichts. In der 41. Minute hatte Danijel Majdanovic auf der Höhe des Elfmeterpunktes die erste richtige Chance des Heimteams. Der Torjäger traf und sorgte für Rosenheims Pausenführung. Die Antwort des SVH war eine Riesenchance, die fast ein Traumtor gebracht hätte. Nach einer Schmitt-Ecke packte Marcel-Pascal Ebeling einen spektakulären Seitfallzieher aus.

Der Torwart holte den Ball aus dem Kreuzeck. Nach dem Seitenwechsel war schnell wieder alles offen. Mehmet Ünver machte das 1:1 von der Strafraumgrenze mit einem Schuss, gegen den kein Kraut gewachsen war. Kurz darauf kam noch einmal Ebeling zum Abschluss (54.). Die kleine Druckphase der Gäste endete dann aber wieder mit der eiskalten Dusche. In der 57. Minute spielte Danijel Majdanovic einen wunderbaren Doppelpass und machte im Anschluss sein zweites Tor. „Die stehen 90 Minuten mit neun Mann hintendrin und werden dann belohnt, weil sie aus drei Chancen zwei Tore machen“, grantelte Heimstettens Team-Manager Michael Mateijka, der freilich auch einräumte, dass Heimstetten bei den Gegentoren keine gute Figur gemacht habe.

Nach dem neuerlichen Rückstand schoben die Heimstettener weiter an und bewiesen eine beeindruckende Moral. Sie hatten Feldvorteile und Ebeling zwei gute Möglichkeiten. Die Gäste hätten sich einen Punkt verdient gehabt, aber am Ende blieb vom Ausflug nach Rosenheim doch wieder nur der gewohnte Frust.

Quelle: fussball-vorort.de

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