Der Enthusiasmus in Eching hält sich in Grenzen

Marcus Heissrechnet angesichts dermäßigen Form nicht miteinem Pokalerfolg. F: Lehmann

TSV Eching – Der Ernst des Punktspielbetriebs beginnt in zehn Tagen für den Landesligisten Eching und da kommt der Qualifikation für den bayerischen Toto-Pokal schon eine gewisse Bedeutung zu.

Heute steht das Derby an gegen den VfR Garching (Beginn 19 Uhr im Willi-Widhopf-Stadion). Dem Sieger winkt dann ein weiteres Highlight am kommenden Wochenende gegen den SV Heimstetten, seines Zeichens Regionalligist.

Die Echinger würden gerne das Duell mit Heimstetten mitnehmen, weil dann Peter Enckell und Thomas Eckmüller auf ihren ehemaligen Club träfen. Nach dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung deutet aber nicht allzu viel darauf hin, dass die Hürde Garching übersprungen werden kann.

Bislang war das weitestgehend unveränderte Team meilenweit entfernt von seiner starken Rückrundenform der vergangenen Saison. In den Testspielen gab es einen 5:3-Sieg gegen Geiselbullach, zwei Unentschieden gegen Dachau 65 (1:1) und Kammerberg (2:2) sowie ein 2:4 (1:2) gegen den Bayernligisten SpVgg Landshut.

„Das war alles nichts Weltbewegendes“, sagt der Abteilungsleiter Marcus Heiss über die bisherigen Auftritte. Die erste Halbzeit gegen Landshut war ordentlich, aber die von Defensive auf Offensive schnell umschaltenden Niederbayern brachten Eching mehrfach in Schwierigkeiten.

Auf dem Transfermarkt hat sich das Team nur geringfügig bislang verändert. Nach dem Ende der vergangenen Saison zum Regionalligisten TSV Buchbach gewechselten Thomas Edlböck hat sich nun auch Ersatzspieler Maximilian Schawilye einen neuen Club gesucht. Er zog nach Ingolstadt um und spielt nun für den FC Gerolfing.

Die offiziellen Neuzugänge sind Ludwig Stegmeier (FC Deisenhofen), Mustafa Kantar (SV Olympiadorf-Concordia), Rückkehrer Andreas Wallner (BC Attaching) und der noch in der eigenen A-Jugend spielberechtigte Kevin Witzl. Die Echinger schauen sich noch auf dem Markt um speziell für das Mittelfeld.

Von den Neuen dürfte zumindest Ludwig Stegmeier den Sprung in die erste Elf zum Punktspielstart schaffen. Der Mittelfeldspieler wird dieser Tage von Trainer Rainer Leitl umfunktioniert zum Innenverteidiger. Stegmeier könnte an der Seite von Kapitän Janis Hoffmann die Edlböck-Position einnehmen. In den Testspielen machte der 23-Jährige auf dem neuen Terrain eine durchaus gute Figur.

Dem Start im Pokal blickt Marcus Heiss nicht nur wegen der derzeit mäßigen Form nicht gerade enthusiastisch entgegen. „Du musst zehn Runden gewinnen und am Endes machen eh die Drittligisten den einen Startplatz im DFB-Pokal unter sich aus“, sagt der Abteilungsleiter.

Deshalb sei für seinen Verein nicht mehr drin als ein paar interessante Spiele mit zusätzlichen Zuschauereinnahmen. Garching kommt ihm deswegen sehr gelegen: „Auch wenn wir nicht auf Biegen und Brechen dieses Spiel gewinnen müssen. Aber Heimstetten als nächster Gegner ist schon ein Anreiz.“

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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