Erfolgsserie reißt im Derby gegen Schlusslicht Wacker

In spätsommerlicher Feierlaune: die Fans des SV Wacker Burghausen beim 3:1-Sieg ihrer Elf im Sportpark.
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In spätsommerlicher Feierlaune: die Fans des SV Wacker Burghausen beim 3:1-Sieg ihrer Elf im Sportpark.

SpVgg Unterhaching - Ausgerechnet im oberbayerischen Derby gegen Wacker Burghausen ist die Hachinger Erfolgsserie gerissen. Es war im Unterhaching Sportpark alles bestens vorbereitet für das oberbayerische Derby zwischen der SpVgg Unterhaching und Wacker Burghausen.

Der bayerische Defiliermarsch ertönte beim Einlaufen der beiden Mannschaften aus den Boxen. Die 2350 Zuschauer durften bei schönem Herbstwetter auf ein gutes Spiel hoffen. Für die Anhänger der SpVgg wurde am Ende daraus nichts. Die seit fünf Spielen ungeschlagenen Hachinger verloren ausgerechnet gegen die bisher sieglosen Burghausener mit 1:3 (0:2). Trotz phasenweise starker Überlegenheit standen die Rot-Blauen am Ende mit leeren Händen da. „Das ist bitter, wir hätten das Spiel eigentlich gewinnen müssen“, sagte der erfolgreiche Torschütze Andreas Voglsammer.

Es ging gut los für die Hachinger, die gleich offensiv begannen und sich zwei gute Möglichkeiten herausspielten. Während Janik Haberer beim Schussversuch gerade noch geblockt wurde, kam im Strafraum Thomas Steinherr zu Fall (1.). Schiedsrichter Tobias Stieler ließ weiterlaufen. Nach einer Balleroberung von Marius Willsch verpasste der nach seiner Verletzungspause wieder in die Startelf gerutschte Voglsammer eine Hereingabe im Strafraum nur knapp (2.). Was den Hachingern nicht gelang, glückte auf der Gegenseite den Gästen mit dem ersten Torschuss. Wie aus dem Nichts flog der Ball nach einem abgefälschten Schuss von Burghausens Youssef Mokhtari über Hachings Schlussmann Korbinian Müller hinweg und landete zum 0:1 ins Tor (4.). Die Rot-Blauen blieben am Drücker, brachten ihre Torchancen aber nicht im Tor unter. Thomas Steinherr fand zunächst in Burghausens Torwart Stephan Loboué seinen Meister (14.). Maximilian Welzmüller verzog knapp (20.). Später scheiterte Steinherr bei seinem Versuch, mit dem Rücken zum Tor stehend aus neun Metern den Ball mit der Hacke im Burghausener Gehäuse unterzubringen (30.). Während die Gäste durch einen Linksschuss von Mokhtari zum 0:2 nachlegten (34.), gelang den feldüberlegenen Hachingern im Abschluss nicht viel. Haberer schoss aus spitzem Winkel links vorbei (36.) und Alexander Hack erwischte den Ball bei einem Schuss innerhalb des Gäste-Strafraums nicht richtig (40.). „Wir waren nicht zwingend genug“, kritisierte Teamchef Manuel Baum.

Erst in der zweiten Hälfte keimte dann wieder Hoffnung auf. Voglsammer, der für viel Wirbel sorgte, markierte per Drehschuss aus acht Metern das 1:2 (64.). Im Anschluss war es dann aber um die Hachinger Gefährlichkeit vor dem Burghausener Tor geschehen. Bis auf einen Schuss des eingewechselten Florian Bichler (76.) sprang nichts Zwingendes mehr heraus. Am Ende mussten sich die Hausherren dann das 1:3 vom langjährigen Hachinger Stephan Thee einschenken lassen (82.), der seinen Torjubel sehr verhalten ausfallen ließ. „Das gebietet der Anstand, dass man sich da etwas zurückhält“, sagte Thee zu seinem Jubel in seiner langjährigen Heimat.

Die Burghausener gönnten sich nach dem ersten Saisonsieg anschließend einen Besuch auf dem Münchner Oktoberfest. Den Hachingern wurde die Laune auf das Volksfest und Blasmusik verdorben. „Heute können wir uns nicht erlauben, auf die Wiesn zu gehen“, sagte Voglsammer pflichtbewusst.

Quelle: fussball-vorort.de

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