SVH erkämpft sich in Aschaffenburg einen Punkt

Durchgezogen: Für Marcel Ebeling (l.) gibt’s vom Trainer ein Extra-Lob.
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Durchgezogen: Für Marcel Ebeling (l.) gibt’s vom Trainer ein Extra-Lob.

SV Heimstetten - Ein Sechs-Punkte-Spiel sollte es werden – am Ende fuhr der SV Heimstetten mit einem Punkt heim: Nach dem 2:2 in Aschaffenburg steckt der Regionalligist weiter tief im Tabellenkeller.

 

Der Begriff Schweinehund stammt etymologisch vom Sauhund ab, der bei der traditionellen Wildschweinjagd zum Einsatz kommt. Laut dem Internetlexikon Wikipedia existiert das Wort nur im Deutschen und lässt sich kaum wörtlich übertragen – was den Schweinehund freilich nicht daran hindert, besonders häufig Sportler heimzusuchen.

So auch in der 76. Minute der Regionalligapartie des SV Heimstetten bei Viktoria Aschaffenburg, als jener Schweinehund Marcel Ebeling in die Knochen fährt. Der SVH-Stürmer hat sich in aussichtsreiche Position gekämpft, könnte beim Stand von 0:2 seiner Elf neue Hoffnung schenken – doch noch trennt ihn ein Fünf-Meter-Sprint vom Ball. Vergangene Woche wäre dies zu viel für Ebeling gewesen, wird sein Trainer Rainer Elfinger später mutmaßen. Doch nun zieht der Angreifer durch, erreicht die Kugel und lupft sie über den herauseilenden Torwart zum 1:2 ins Netz. Oder wie Elfinger sagt: „Marcel hat sich auf diesen fünf Metern durch den Schweinehund gebissen.“

Ausgerechnet der eingewechselte Ebeling, der bislang erst ein Tor für den SVH markiert hat, gibt damit den Startschuss zur Aufholjagd. Und als wäre das nicht genug, spielt der 22-Jährige fünf Minuten vor Schluss einen mustergültigen Pass in die Mitte, wo Sturmpartner Sebastian Kneißl die Kugel zum 2:2-Endstand einschiebt. „Ein Unentschieden, das sich wie ein Sieg anfühlt“, betont Elfinger. „Die Mannschaft hat sich nach dem 0:2-Rückstand zusammengerissen und ist dafür belohnt worden.“ In der Tabelle sieht es jedoch immer noch recht düster aus: Mit einem Spiel in der Hinterhand rangiert Heimstetten weiter auf einem Abstiegsplatz – nun schon vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Vor gut 400 Zuschauern in Aschaffenburg beginnen die Gäste im Kellerduell der Tabellennachbarn stark und kontrollieren in der Anfangsviertelstunde die Partie. Die beste Chance hat dabei Kneißl, der an der Seite des genesenen Thomas Karg im Sturm aufläuft. Doch seinen Schuss pariert Viktoria-Keeper Stefan Steigerwald mit einer Blitzreaktion. Nach dem forschen Auftakt baut der SVH jedoch schnell wieder ab und lädt Aschaffenburg zum Mitspielen ein, wie Elfinger moniert. Die Folge: Nach einer halben Stunde trifft Giulio Fiordellisi für den Traditionsklub.

Auch nach der Pause präsentieren sich die Platzherren zielstrebiger und erhöhen durch Daniel Cheron auf 2:0 (53.). Kurz darauf ersetzt der SVH-Coach Karg, Häfele und Fiorentini durch Ammari, Paul und Ebeling – „und die drei haben richtig Dampf gemacht“, lobt Elfinger. Vor allem Ebeling sei „gelaufen wie ein Weltmeister“, staunt der Trainer. „Dass er dann auch noch das Tor macht, freut mich besonders für ihn.“ Ohnehin nehme er von diesem Remis viel Positives mit, betont Elfinger. „Wenn wir das verinnerlichen, wie wir heute als Mannschaft gekämpft haben – dann mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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