Ernesto gelingt Anschlusstreffer für SVH

+
Ibo Aydemir hatte gute Torchancen

SV Heimstetten – Mit einer völlig anderen Einstellung als noch vor zwei Wochen gegen die SpVgg Unterhaching II hat der Bayernligist SV Heimstetten am Freitag die Partie gegen den SV Erlangen- Bruck bestritten.

Ganz genau wusste im Stadion des SV Heimstetten niemand, warum die Bayernliga-Partie gegen den SV Erlangen-Bruck mit 1:2 verloren gegangen war. So stark hatte man die heimische Elf schon lange nicht mehr gesehen. Trainer Claus Schromm reagierte schnell auf die unerwartete Dreierkette der Franken, ließ die äußeren Mittelfeldspieler offensiver agieren.

Dadurch mussten die Gäste das Zentrum entblößen. Und dort stieß der SV Heimstetten konsequent hinein. Besonders die beiden Innenverteidiger Rafael Mayer und Quirin Löppert nutzten immer wieder die Freiräume, marschierten mit dem Ball am Fuß in des Gegners Hälfte, um dann direkt die Spitzen Orhan Akkurt und Ibo Aydemir zu beliefern. „Das haben wir richtig gut gemacht“, lobte Schromm, der nach dem Spiel überhaupt hoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs war. An der spielerischen Komponente lag es also nicht und auch nicht an der Einstellung. Nach Ballverlust jagte der SVH im Kollektiv den Gästen auffällig oft den Ball umgehend wieder ab. Einige Konter mussten überstanden werden, Keeper Patrick Lehner blieb aber im ersten Spielabschnitt weitgehend unbeschäftigt. Woher resultierte dann die Pleite? Ein Grund war auf jeden Fall die bärenstarke Leistung von Erlangens Keeper Rainer Hausner.

Mit unglaublichen Reflexen entschärfte er selbst die dicksten Heimstettener Chancen. Aydemir scheiterte mit einem exakt platzierten Kopfball (30.), und nach einer wahren Granate von Dominik Schmitt aus 18 Metern Entfernung (56.) hatten die Fans ebenso schon den Torschrei auf den Lippen, wie nach Akkurts Kopfball (70.). Doch Hausner ließ ihn jedes Mal im Halse steckenbleiben. Er musste sich zunächst bloß einmal geschlagen geben, als Aydemir ihn intelligent überlupfte. Doch ein Gästespieler kratzte den Ball noch von der Linie (53.). Für Aydemir stand nachher fest: „Der Torhüter hat heute den Unterschied ausgemacht.“ Könnte sein. Doch wahrscheinlich ist auch, dass ein einziger unaufmerksamer Moment den Ausschlag für die Niederlage gab. Aus dem Nichts fiel die Führung für Erlangen. Eine Flanke bugsierte Hakim Graine mit dem Kopf in die Maschen. „Da müssen unserer Innenverteidiger zur Stelle sein“, kommentierte Manager Michael Matejka die Szene. Der Zeitpunkt erinnerte wieder an die schnellen Gegentore nach Spielbeginn und Wiederanpfiff, gerade einmal vier Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt.

Und dann war da noch das 0:2. In der Regel ist das Ablaufen von Steilpässen eine Stärke von Keeper Lehner, ausgerechnet an diesem Tag kam er einen Schritt zu spät, als sich Erlangen mit einem Schlag aus der eigenen Hälfte aus der Umklammerung des SVH zu lösen versuchte und der Ball den Weg zu Graine fand. Der Stürmer spitzelte ihn am herauslaufenden Lehner vorbei und schob den Ball ins Netz. (61.). Das 1:2 durch den starken Fernando Ernesto machte die Begegnung noch einmal ungemein spannend (78.), am Ende setzte es aber doch die Niederlage, die sich keiner wirklich erklären konnte.

MATTHIAS VOGEL

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Mohamad Awata träumt von der 3. Liga mit dem FC Schweinfurt
Mohamad Awata träumt von der 3. Liga mit dem FC Schweinfurt
Heimstettens Co-Trainer Roman Langer: „Es ist hier ein ganz anderes Arbeiten“
Heimstettens Co-Trainer Roman Langer: „Es ist hier ein ganz anderes Arbeiten“
Was macht Felix Magath beim TSV Eching?
Was macht Felix Magath beim TSV Eching?

Kommentare