Erst zaudernd, dann zielstrebig

Mächtig strecken mussten sich die Farcheter Fußballer um (grüne Trikots, v. li.) Lamine Guèye und Aliou Sene gegen Sonthofen, um aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3-Remis zu machen.
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Mächtig strecken mussten sich die Farcheter Fußballer um (grüne Trikots, v. li.) Lamine Guèye und Aliou Sene gegen Sonthofen, um aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3-Remis zu machen.

BCF Wolfratshausen - Im ersten Moment sorgte die Punkteteilung beim 3:3 gegen den 1. FC Sonthofen nicht gerade für große Freude beim BCF Wolfratshausen. Tatsächlich aber holten die Farcheter nach einem turbulenten Spielverlauf das Optimum für sich heraus.

Kleinlaut, schüchtern, fast ein wenig verlegen saß Stefan Schwinghammer nach dem Schlusspfiff an einem der zwei Spielertische im Klubheim. Ein Schulterzucken und ein Lächeln, das indirekt dem Eingeständnis eigener Nachlässigkeit gleichkam. Taucht der BCF-Torhüter doch fortan in den Chroniken als Mitbegleiter des schnellsten Bayernliga- Treffers überhaupt auf. Die Zeitspanne vom Anpfiff bis zum Torerfolg des 1.FC Sonthofen war unfassbar kurz, nämlich rasante vier Sekunden. Anstoß, Ablage, Risikoversuch mit glücklichem Ausgang – 0:1.

Ein listiger Heber von Andreas Maier beförderte das Spielgerat aus einer geschätzten Distanz von 52 Metern unter die Querlatte des Wolfratshauser Gehäuses. Schwinghammer stand am Fünfmeterraum, nichtsahnend und in Konsequenz seiner Arglosigkeit alsbald ziemlich gelackmeiert. Der Gegentreffer sei „unglücklich für alle Beteiligten“ gewesen, beschrieb Reiner Leitl den frühen Genickschlag für seine Eleven. Doch der Farcheter Trainer hatte auch tröstende Worte für seinen Schlussmann. Es sei „schade für unseren Keeper“ gewesen, befand der 53-Jährige. Schwinghammer musste nämlich dreimal den Ball aus dem Netz holen, wenngleich er ansonsten „kaum einen Ball fangen musste“. Somit verbauten sich die Wolfratshauser den Weg zum sechsten Heimsieg mit einem schludrigen ersten Akt.

Obwohl den Sonthofenern die eigene Schlitzohrigkeit offensichtlich peinlich war und sie Christoph Hüttl den umgehenden Ausgleich zugestanden. Damit hätte die gegenseitige Wertschätzung eigentlich beendet sein sollen. Doch vermochte Farchet die Geberlaune nicht auf Knopfdruck abzustellen. Sonst wäre bei Christian Bachlbergers Kopfballtor eine wie auch immer geartete Gegenwehr zu erkennen gewesen. Der Treffer von Marc Penz zum 1:3 war indes eine Mischung aus Abseitsverdacht und sehr gutem Timing zwischen Zuspieler und Vollstrecker. Sei es wie es ist – Leitl war es erheblich zu wenig.

Er fand für die die ersten 45 Minuten die Überschrift „Katastrophe“. Zu einem komplett anderem Urteil gelangte Leitl nach dem zweiten Abschnitt. Jetzt spielte der BCF so, wie es von Beginn an angedacht war: Zielstrebig, mutig, mit Zug zum Tor. Allein bis zur nächsten Vollzugsmeldung dauerte es eine ganze Weile. Aliou Sene verkürzte nach 67 Minuten per Seitfallzieher auf 3:2. Gut zehn Minuten später – Leitl schickte im gleichen Augenblick mit Ivan Lipotic und Marwane Gobitaka seinen Restbestand an Offensivkräften aufs Feld – gab es im Isar- Loisach-Stadion erneut grünweißen Jubel: Basti Pummer schoss aus kurzer Distanz zum 3:3 ein. Der vom Publi

Quelle: fussball-vorort.de

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