0:2-Niederlage in Nördlingen mit Nachspiel

Höß erwägt Zivilklage gegen Skandal-Schiri

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Konrad Höß erwägt eine Zivilklage gegen den Schiedsrichter Philipp Rommelsbacher, der aus sicht des FCP-Präsidenten einen großen Anteil an der 0:2-Niederlage seines FCP in Nördlingen hatte.

FC Pipinsried - In Pipinsried ist auch im Oktober einiges los. Präsident Konrad Höß erwägt Zivilklage gegen Schiedsrichter Philipp Rommelsbacher - und fordert einen Sieg gegen den Tabellendritten SV Raisting im Heimspiel am Sonntag.

Um 15 Uhr wird das Match gegen den Tabellendritten SV Raisting in Pipinsried angepfiffen. Mit von der Partie ist der Top-Torjäger der Landesliga, Ludwig Huber. Schon 20 Mal hat der 25-Jährige Raistinger heuer eingenetzt - die gesamte Pipinsrieder Mannschaft hat nur vier Treffer mehr erzielt als der SVR-Goalgetter.

Wie soll man mit so einem Mann zurecht kommen? Das wäre ein Thema für eine eigene Trainingseinheit oder ein Pressegespräch. Doch in Pipinsried gingen in dieser Woche die Uhren einmal mehr anders - nach wie vor schreibt man im Dachauer Hinterland Samstag, 13. Oktober - den Tag des Spiels in Nördlingen. Das haben die Gelb-Blauen mit 0:2 verloren, unter wesentlicher Beteiligung des Referees Philipp Rommelsbacher (wir berichteten). Der Dinkelsbühler hat nämlich nicht nur drei Gelb-Blaue vom Platz gestellt (Schreiner mit Rot, Ernesto und Strobl mit der Ampelkarte), sondern noch eine gepfefferte Meldung hinterher geschickt.

Rommelsbacher klagt den Angolaner an, von ihm in der Partie zwischen Nördlingen und Pipinsried tätlich angegangen worden zu sein. Der FCP-Vorsitzende Konrad Höß war außer sich, als er davon hörte, denn Ernesto schwört Stein und Bein, den Unparteiischen nicht berührt zu haben. Der Vereinsboss hat daraufhin mehrere handschriftliche Briefe an die gesamte BFV-Prominenz verschickt, vorne weg an den Präsidenten Dr. Rainer Koch, und sich bitter über den Schiedsrichter beklagt.

Doch dabei beließ es der FCP-Gewaltige nicht. Er hat die ganze Woche nach Entlastungszeugen für seinen afrikanischen Ballkünstler gesucht - und gefunden. Mit Folgen: „Wir haben inzwischen eine Klage gegen Herrn Rommelsbacher beim Verbandsgericht eingereicht. Und wenn er seine Aussagen nicht zurückzieht, werden wir ihn zivilrechtlich belangen“, berichtet Höß.

Comeback in Sicht: Yilmaz Kinaci könnte gegen Raisting wieder aus der Versenkung auftauchen. Foto: kra

Rommelsbacher ist wohl kein unbeschriebenes Blatt, hat der Pipinsrieder Präsident herausgefunden: „Ich habe von einem Spielabbruch und einer Partie mit fünf roten Karten gehört“, so Höß. Auch gegen die Zwei-Spiele-Sperre gegen Thomas Schreiner (Rot als letzter Mann) hat der Dorfclub-Chef Einspruch eingelegt, denn: „Schreiner hat seinen Gegenspieler kaum berührt.“ Der Ausfall des Offensivtalents passt den Pipinsrieder Verantwortlichen auch aus einem anderen Grund nicht in den Kram: Den Gelb-Blauen gehen die Stürmer aus. Michael Holzhammer plagt schon seit Tagen eine Grippe, Junis Ibrahim leidet unter einer Fußbett-Entzündung. Bliebe Michael Funk als Solokünstler. Doch inzwischen hat Strobl Gefallen an der Zwei-Sturmspitzen-Lösung gefunden: „Wir sind vorne variabler und bauen mehr Druck auf“, hat der 25-Jährige erkannt.

Eventuell wird Funk deswegen von Dominik Schön unterstützt. Oder ein Kicker feiert sein Comeback, den die FCP-Verantwortlichen eigentlich schon abgeschrieben hatten: Yilmaz Kinaci. Des Türken Talent ist unbestritten, seine laxe Einstellung zu Trainings- und Spielbetrieb allerdings auch. Strobl hat daher zu Wochenanfang ein ernstes Wörtchen mit dem 22-Jährigen geredet. Mit Kurzzeitwirkung: Am Dienstag habe Kinaci hervorragend trainiert, heißt es aus Vereinskreisen; am Donnerstag sei dessen Engagement wieder sehr überschaubar gewesen.

Wer die Tore schießt, ist Konrad Höß letztendlich egal: „Wir müssen gewinnen, um den Anschluss an die Spitze zu halten.“ Die Zuschauer können jedenfalls ein Spektakel erwarten, prophezeit der FCP-Präsident.

Quelle: fussball-vorort.de

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