Familienduell beim SC Fürstenfeldbruck

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Daumen hoch für die sportliche Familienzusammenführung: Brucks Tobias (l.) und sein Memminger Bruder Marc.

SC Fürstenfeldbruck - Für Tobias Hänschke ist die Partie gegen die Regionalliga-Reserve des FC Memmingen etwas Besonderes: Es ist nicht nur sein Ex-Verein, gegen den der Neu-Brucker antritt.

Vielmehr spielt sein Bruder Marc noch immer dort. Um 14 Uhr könnte es deshalb im Klosterstadion beim SC Fürstenfeldbruck zur sportlichen Familienzusammenführung kommen. Könnte, weil der 20-jährige Verteidiger bei Memmingens Cheftrainer Esad Karic bislang eher schlechte Karten hat. Lediglich ein Einsatz über 61 Minuten stehen bislang in der Regionalliga zu Buche.

In der Landesliga wurde Marc Hänschke von Reserve- Coach Robert Manz bereits viermal eingesetzt. Deshalb wünscht sich Tobias: „Hoffentlich spielt er gegen uns.“ Sein zwei Jahre älterer Bruder Tobias würde sich über ein direktes Familienduell jedenfalls freuen. Die Karriere von Brucks Hänschke in Memmingen war eher kurz. „Ich habe nur sechs Wochen dort gespielt.“ Einmal kam er dabei in der Reserve zum Einsatz. Danach folgte der Wechsel nach Bruck. Bruder Marc blieb in Memmingen, wo er sogar zum Regionalliga-Kader zählt. Der Brucker Hänschke hat aber nicht nur familiäres Wissen über die Allgäuer: „Ich kenne sie größtenteils natürlich noch recht gut. Die haben schon was auf dem Kasten.“

Trotzdem will er die Serie von fünf Pflichtspielen ohne Niederlage (inklusive Pokal) fortsetzen. Das Rezept des Mittelfeldspielers: „Wir dürfen sie nicht spielen lassen und müssen sie mit Pressing unter Druck setzen.“ Beim FC Memmingen ist Marc Hänschke nur eine mögliche Abstellung aus dem Regionalliga-Kader. Weil der bereits am Freitagabend in der höheren Spielklasse im Einsatz war, könnten auch noch andere Aktive „von oben“ beim Gastspiel in Fürstenfeldbruck zum Einsatz kommen.

Trotz gestiegenem Selbstvertrauen nach der jüngsten Erfolgsserie und dem Pokalsieg über Bayernligist Affing warnt SCF-Trainer Tarik Sarisakal deshalb: „Wür dürfen uns nicht zu sicher sein, sonst könnte es eine böse Überraschung geben.“ Er erwartet eine dynamische und aggressive Memminger Elf, „die mit ihren Verstärkungen stark einzuschätzen ist“. Er selbst kann bei seinem Kader aber auch aus dem Vollen schöpfen. Ausfälle gibt es derzeit keine zu beklagen. „Wir treten mit dem selben Kader wie in den letzten Spielen an.“ Da gab’s neben dem Pokalsieg ein Remis bei den hoch eingeschätzten Friedbergern.

Im Stadionheft des SC Fürstenfeldbruck wurde Siglinde Schmid zuletzt offiziell als kommissarische Schatzmeisterin genannt. Dieser Passus soll bei der am Samstag erscheinenden Ausgabe geschwärzt werden, kündigt jedenfalls Präsident Eckart Lutzeier an. Hintergrund sind die jüngsten Personal-Querelen in der Vorstandschaft. Deshalb legt Schmid nun Wert auf die Feststellung: „Ich helfe nur bei der Buchhaltung mit.“

Quelle: fussball-vorort.de

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