Drei Neuzugänge in Pipinsried

Höß holt Schnäppchen im Winterschlussverkauf

Strahlemann Cenk Imsak ist einer von drei Winter-Neuzugängen des FC Pipinsried. kra

FC Pipinsried - In Pipinsried wird wieder Fußball gespielt. Mit einigen neuen Gesichtern, die sich schon am kommenden Wochenende bei zwei Testspielen beweisen dürfen.

von Horst Kramer

Unter den Neuzugängen findet sich auch ein neuer Keeper – Höß hat im Winterschlussverkauf noch einmal zugeschlagen.

Seit Dienstag läuft es wieder rund beim FC Pipinsried. „Endlich!“, stöhnt Tobias Strobl, der Coach der Gelb-Blauen, erleichtert, „es wurde auch Zeit!“ Zwar brachte die erste Einheit in der Halle noch nicht das richtige Fußball-Feeling, aber am Mittwoch war es dann soweit: „Ich habe die Jungs auf den Trainingsplatz gelassen, weil der Wind das Wasser gut weggetrocknet hat“, erklärte gestern FCP-Obergreenkeeper Konrad Höß.

Die aktuelle Lage beschreibt der Zampano so: „Die Stimmung ist bestens, meine Frau war ganz begeistert.“ Nicht zuletzt, weil Kathi Höß zu den Neuzugängen Cenk Imsak (TSV Dachau 1865) und Benjamin Wilhelm (FC Augsburg U 23) gleich einen guten Draht gefunden hat. „Der Cenk ist ein rechter Schlawiner“, schmunzelt Höß, „mit den Frauen kann er es offensichtlich. Hoffentlich klappt es auch auf dem Platz so gut.“

Der Augsburger Wilhelm hat Höß auf dem Rasen sofort überzeugt

Der Augsburger Wilhelm hat Höß auf dem Rasen sofort überzeugt: „Ich kenne den Benjamin schon seit Jahren: Ein seriöser, einsatzfreudiger Spieler, der den Konkurrenzkampf bei uns mächtig anheizen wird.“ Das hofft auch Coach Strobl: „Die Jungs werden sich gegenseitig pushen. Bis zum ersten Punktspiel werden wir auf einem anderen Niveau als in der Hinrunde sein.“

Doch ganz unproblematisch ist Strobl Mission nicht - das lehrt ein Blick auf die Zusammensetzung des Kaders: Von den 22 Kickern, die ihm zur Verfügung stehen, fühlen sich mindestens zwölf im Mittelfeld am wohlsten.

Für die vorderste Front steht Strobl aber nur ein einziger gelernter Stürmer zur Verfügung: Michael Holzhammer. Denn der schnelle Michael Funk darf erst im März wieder ins Training einsteigen; der Augsburger wurde von seinem Arzt mit einem absoluten Sportverbot belegt: Funks Hüftknochen-OP Ende November ist zwar gut verlaufen, aber der Heilungsprozess benötigt einfach Zeit.

Strobl will einige seiner Mittelfeld-Akteure zu Stürmern umschulen

Bliebe noch Funks früherer Offensiv-Partner Yilmaz Kinaci. Aber der junge, eigentlich hoch begabte Türke fehlt in dieser Woche wegen einer angeblichen Handverletzung. Der Wille, dem Ballzauberer solche Aussagen abzunehmen, ist in Pipinsried inzwischen gering: Zu oft schon hat Kinaci die Vorbereitungs-Torturen in den letzten Jahren mit fadenscheinigen Ausreden geschwänzt.

Strobl will daher einige seiner Mittelfeld-Akteure zu Stürmern umschulen, zum Beispiel Thomas Schreiner. Prompt fehlte der Ex-Gerolfinger am Mittwoch. „Der hat es nicht so mit dem Training“, merkt Höß kritisch an.

Sorgen macht sich der FCP-Grande aber noch nicht. Hoch erfreut zeigt sich der 71-Jährige hingegen über seinen jüngsten Transfer-Coup: Am Mittwoch Abend hat mit Thomas Frahler ein erfahrener Keeper unterzeichnet. Der 27-Jährige besetzt die frei gewordene zweite Torwartstelle, nachdem sich Philipp Brenner aus dem Kader verabschiedet hat. Frahler stand lange Jahre für den FC Ingolstadt zwischen den Pfosten, zuletzt hütete er beim FT Ringsee-Ingolstadt den Kasten.

Am anstehenden ersten Februar-Wochenende haben die Gelb-Blauen gleich zwei Gelegenheiten, ihr Können unter Beweis zu stellen: Am morgigen Samstag treten sie beim Bayernliga-Siebten, dem FC Unterföhring, an. Anpfiff ist schon um elf Uhr. Am Sonntag treffen die Dorfclub-Kicker ab 13 Uhr auf dem Gersthofener Kunstrasenplatz auf den Bayernliga-Vorletzten TSV Aindling.

Personalia

FC Pipinsried (Stand: 31. Januar)

Abgänge

Qemajl Beqiri (FC Memmingen), Markus Hanusch (SV Dornach), Nikola Ilic (TSV Aindling U19), Philipp Brenner (Ziel unbekannt)

Zugänge

Cenk Imsak (TSV Dachau 1865), Benjamin Wilhelm (FC Augsburg U23), Thomas Frahler (FT Ingolstadt-Ringsee)

Quelle: fussball-vorort.de

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