Fischer trifft das leere Tor nicht - Ismaning schiebt Frust

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FC Ismaning - Die neun Aufstiegsplätze in der Bayernliga waren nach einer schwachen Hinrunde noch erreichbar für den FC Ismaning mit einem Sieg in Seligenporten. Doch das scheint sich nun erledigt zu haben.

Das Thema hat sich mit einem erschreckend schwachen Auftritt und dem 0:3 (0:1) gegen einen alles andere als übermächtigen Gegner aber gewaltig erledigt. Ismaning droht nun ein frostiger Winter mit dem einen oder anderen Sturm.

Der FCI, bei dem sich Torwart Christian Horn beim Aufwärmen verletzte, hatte das Spiel von Beginn an absolut im Griff. Die Gäste diktierten das Geschehen und erspielten sich zwei herausragende Chancen, die sehr an die Meistersaison 2010/11 erinnerten. Beide Male war Andreas Fischer das vollstreckende Organ. In der 15. und der 25. Minute traf er das praktisch leere Tor aus vier und fünf Metern nicht. Für Frank Schmöller war das nicht entschuldbar: „Ein Trainer kann eben nicht den Ball aus fünf Metern rein schießen.“

Leichtfertig brachte sich die Mannschaft so um den eigentlich verdienten Lohn eines ordentlichen Auftrittes. Die pure Ironie war dann der erste Treffer der Seligenportener mit einem verwandelten Elfmeter, nach dem sich alle direkt ohne nachfolgenden Anstoß in die Kabinen begaben. Schmöller konnte später gar nicht sagen, wer den Strafstoß verursacht hat: „Erst haben sich fünf Mann doof angestellt und als Krönung war das Foul dann auch so eine Gemeinschaftsproduktion.“ Die Franken um ihren Kulttrainer Karsten Wettberg führten und wussten nicht wirklich, warum das so war.

Nach dem Seitenwechsel war den Ismaningern das Bemühen anzumerken, aber allzu viel kam dabei nicht heraus. Einmal hätte es beim Stand von 1:0 aber einen Elfer für den FCI geben müssen, als Mijo Stijepic eigentlich kaum übersehbar umgerissen wurde. In der 70. Minute passierte dann das 2:0 und wieder leistete sich der FCI einen Fauxpas, der eher in die A-Klasse, denn in die Bayernliga passte. Seligenporten wechselte aus und der neu ins Spiel gekommene Christian Pollinger ging in den Strafraum, wurde dabei nicht bemerkt und machte rund zehn Sekunden nach dem Betreten des Feldes sein Kopfballtor.

Nennenswerte Störungen hatte er bei seiner Heldentat nicht. Acht Minuten vor dem Ende folgte dann noch der dritte Treffer mit einem Distanzschuss. Ein selten sprachloser Frank Schmöller stand nach dem Match symbolisch für den Frusttag: „Ich bin einfach nur konsterniert. Du stehst da draußen und verstehst die Welt nicht mehr.“

NICO BAUER

Quelle: fussball-vorort.de

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