Föhringer zeigen nach Team-Abend die richtige Reaktion

Ambitioniert ins Allgäu: Andreas Faber & Co. gastieren in Sonthofen.
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Ambitioniert ins Allgäu: Andreas Faber & Co. gastieren in Sonthofen.

FC Unterföhring - Der Saisonstart verläuft weiter stotternd für den FC Unterföhring, der nach fünf Spielen vier Punkte auf dem Konto hat. Vor dem Gastspiel beim noch sieglosen Vorletzten Sonthofen (Mittwoch, 19 Uhr) zeigt sich Trainer Walter Werner beeindruckt von der Reaktion seines Teams.

Nur die Schiedsrichter machen ihn richtig sauer. Die Mannschaft reagierte auf die 1:2-Niederlage gegen Hankofen – und damit einen Punkt aus drei Heimspielen – mit einem Team-Abend. Alle kamen zusammen, zeigten sich als Gemeinschaft und hatten dann zwei Tage frei. „Am Montag haben sie von sich aus dann wie die Feuerwehr trainiert“, sagte Trainer Walter Werner nach dem Wiedersehen.

Die Reaktion der Spieler beeindruckte ihn sehr. Überhaupt beobachtet der Coach, dass seine Schützlinge deutlich besser trainieren als sie spielen. Damit ist auch klar, dass das Problem des FCU derzeit in den Köpfen liegt. Auf dem Papier gibt es eine ganz einfache Lösung mit Siegen beim Vorletzten Sonthofen (2 Punkte) und dann im Derby gegen den Letzten Ismaning (0). „Diese Mannschaften sind nicht automatisch schlagbar, nur weil sie wenige Punkte haben“, sagt Werner.

Und in Sonthofen habe der FCU in den vergangenen Jahren auch keine Bäume ausgerissen. Der Trainer wäre bei der Dienstreise ins Allgäu mit einem Unentschieden schon zufrieden. Ihm verhagelt es derzeit richtig die Laune, wenn das Thema auf die Schiedsrichter kommt. Pascal Putta muss für Rot nun wohl vier Spiele zusehen, obwohl alles für Werner hätte anders laufen müssen: „Der Gegner war bei seinem Handspiel davor letzter Mann und hätte Rot sehen müssen. Und dann sieht Pascal Rot, obwohl er an den Ball wollte und nur etwas zu spät kam. Das ist eine Unverschämtheit.“

Der Coach fordert von den Unparteiischen aber auch den Schutz seiner Spieler. Dabei denkt er an den mit fairen Mitteln kaum zu stoppenden Ünal Tosun: „Den können seine Gegenspieler auch das 21. Mal festhalten ohne Gelbe Karte.“ In der Summe müsse es irgendwann die Verwarnung geben: „Solche flinken Spieler müssen geschützt werden.“

Ähnlich äußerten sich in der Bundesliga auch immer wieder die Bayern- Verantwortlichen bei Foul- Orgien an Franck Ribery. Angesichts der permanenten Attacken ohne wirkliche Folgen für die Verteidiger kann Walter Werner auch verstehen, dass seine Spieler dann irgendwann etwas sagen.

Quelle: fussball-vorort.de

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