Putta mausert sich vom Ergänzungsspieler zur Stammkraft beim FCU

Hat sich durchgesetzt: Pascal Putta (r.) ist inzwischen auf der rechten Abwehrseite gesetzt. foto: gefö

FC Unterföhring – Pascal Putta hat es allen gezeigt beim FC Unterföhring. Der junge Mann kam einst als Ergänzungsspieler für die linke offensive Seite und ist nun Stammspieler rechts hinten.

Dabei war die Verpflichtung des 19-Jährigen anfangs eher ein Freundschaftsdienst.

Pascal Putta war Spieler der Reserve des FC Ismaning in der Kreisliga und sah keine allzu realistischen Chancen, den Sprung in den Bayernligakader von Trainer Frank Schmöller zu schaffen. Innerhalb der Familie wurde dann schnell der FC Unterföhring zum Thema. Puttas Freundin Stefanie ist eine Nichte des Unterföhringer Präsidenten Franz Faber und die Schwester des FCU-Spielers Michael Kain. Faber erinnert sich an das Thema. Er schaute zweimal bei der Ismaninger Reserve zu „und sonderlich gut hat mir der Pascal nicht gefallen. Außerdem war unser Kader zum Beginn der vergangenen Saison auch schon voll“.

Kain redete auf den Präsidenten ein: „Er sagte mir, der ist ein netter Kerl und kicken kann er auch.“ So wechselte Putta zum FCU, kam aber in seinem ersten Jahr kaum zum Zug. „Ich bin von Ismaning nach Unterföhring gegangen, um zu spielen“, sagt der 19-Jährige. Präsident Franz Faber überredete ihn, vor einem neuerlichen Wechsel ein Jahr zu bleiben und nochmals anzugreifen. Zu Saisonbeginn war für Putta der neue Trainer Dirk Teschke, der die Rotation mit zum FCU brachte, ein großer Glücksfall: „Jetzt bekommt jeder im Kader seine Chance und das finde ich topp.“

Putta sammelte auch Pluspunkte, als einer von wenigen Spielern im Kader des ambitionierten Landesligisten die die gesamte Vorbereitung absolviert zu haben. Der Schritt zum Stammplatz ergab sich dann ziemlich unerwartet. Teschke stellte Außenverteidiger Ricardo Redondo von rechts nach links. Was ein erstes Experiment war in Hinblick auf den Oktober, wenn der bisherige Linksverteidiger Ferdinand Grund zu seinem einjährigen Auslandsstudium aufbricht.

Redondo ist ähnlich wie Philipp Lahm rechts wie links große Klasse. Putta rutschte rechts hinten ins Team und überzeugte dort vollauf. „Ich habe nichts dagegen, weiter die Position zu spielen“, sagt Putta und sein Trainer plant fest mit ihm rechts hinten. Der junge Kicker schiebt nun Extraschichten im Flankentraining für sein Ziel, fünf Tore und fünf Vorlagen zu produzieren.

Zwei Landesligatreffer hat er bereits gemacht. Viel Spaß macht Putta auch das Zusammenspiel mit dem rechten Innenverteidiger Andreas Brandstetter, mit dem er im Alter von sieben Jahren zusammen das Fußballspielen in Ismaning begann. Die beiden haben nun auch den großen Traum, gegen den FC Ismaning zu spielen. Im Pokal (siehe Kasten) kann das immer passieren.  nb

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare