Fürstenfeldbruck mit brutalem Absturz am Ende

Zu harter Einsatz: Brucks Sebastian Kraus (r.) flog kurz vor Abpfiff vom Platz.
+
Zu harter Einsatz: Brucks Sebastian Kraus (r.) flog kurz vor Abpfiff vom Platz.

SC Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck steckt weiter in der Krise. Beim 2:2 (1:0) bei der TSG Thannhausen verspielte der Tabellenvorletzte in den letzten fünf Minuten erneut eine Führung. Dazu sah Mittelfeldspieler Sebastian Kraus in der Schlussphase die rote Karte.

Der Platzverweis gegen Kraus geriet allerdings zum Aufreger. Der Brucker war in der Schlussminute von hinten in einen Zweikampf gegangen. Bei kleinlicher Regelauslegung war der rote Karton zwar nicht unbedingt eine Fehlentscheidung. Trotzdem schimpfte SCF-Coach Tarik Sarisakal: „Normalerweise ist Schiedsrichter-Schelte nicht mein Ding, aber der Platzverweis war völlig überzogen.“

Was die Brucker zusätzlich erboste: Nur wenige Minuten zuvor sah Thannhausens Johannes Putz für ein ähnliches Foul nur die gelbe Karte. Viel bitterer als die Kraus- Sperre wiegt aber, dass der SCF erneut eine Führung nicht über die Zeit retten konnte. Dabei waren die Gäste erst acht Minuten vor dem Ende in Führung gegangen. Das Billard- Tor von Mirza Dzafic – sein Kopfball flog gegen die Latte, von dort an die Hand von TSG-Torhüter Liridon Recaj und dann ins Tor – hatte nur drei Minuten Bestand.

Und wieder war es ein individueller Fehler, der den SCF Punkte kostete: Ausgerechnet Torhüter Lukas Welzmüller, der zuvor noch einige Situationen stark bereinigt hatte, ließ sich mit einem Schuss ins kurze Eck düpieren. „Unkonzentriertheiten kosten uns immer wieder Nerven und Punkte“, ärgerte sich Sarisakal. Wieder fünf Minuten vor Schluss den Ausgleich zu kassieren sei unfassbar. Ähnliches passierte bereits gegen Kottern und Ottobeuren. „Das sind die Punkte, die uns dann hinten raus fehlen.“

Mit einem Tief endete damit das Wechselbad der Gefühle, in das die Spieler ihren Trainer getaucht hatten. Nach starkem Beginn mit drei vergebenen Riesenchancen folgte der erste Tiefschlag mit einer kurzen Tiefschlafphase. Diese nutzten die Hausherren zu fünf Großchancen, von denen sie eine zum 0:1 nutzten. „In einem Spiel, in dem wir eigentlich 3:0 führen müssten, gehen wir mit einem Rückstand in die Pause“, sagte Sarisakal mit einem Kopfschütteln.

Nach dem Seitenwechsel ging es sichtlich bergauf. Über die Zwischenstation 1:1 durch Christian Rodenwald erreichten die Brucker den Gipfel: das 2:1 durch Dzafic. Um so brutaler geriet dann freilich der Absturz.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare