Fürstenfeldbruck: Präsidiumsstreit überschattet Spiel

Statt zu glänzel will Trainer Tarik Sarisakal lieber die Punkte behalten.
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Statt zu glänzel will Trainer Tarik Sarisakal lieber die Punkte behalten.

SC Fürstenfeldbruck - Sportlich läuft es beim SC Fürstenfeldbruck nach zwei Siegen in Folge wieder rund. Personell hat Trainer Tarik Sarisakal vor dem Heimspiel gegen Kottern am Samstag, 14 Uhr, aber Sorgen.

„Im Prinzip kommen wir schon auf dem Zahnfleisch daher“, sagte der Übungsleiter nach dem klaren 4:1-Sieg in Aindling, bei dem Fabian Meinberger und Christian Mühlberger beide verletzt raus mussten. Dazu hat Ausgleichs-Torschütze Tobias Betz im Schwabenland sein vorerst letztes Spiel für den SCF bestritten. Ihn zieht es, wie Armin Lange, in die USA.

Der restliche Kader konnte in Aindling dafür ordentlich Selbstvertrauen tanken. „In Aindling 4:1 zu gewinnen, das ist schon eine Hausnummer“, sagt Präsident Eckart Lutzeier. Dass es paradoxerweise spielerisch beim höchsten Saisonsieg sogar schlechter lief als bei den Niederlagen zuvor, stört weder Vereinschef noch Trainer. Sarisakal: „Lieber nehme ich doch die drei Punkte mit. Glänzen kann die Mannschaft irgendwann mal.“

Trotzdem ist von den einstmals kolportierten, sofortigen Wiederaufstiegs-Träumen schon lange nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen verfolgt Lutzeier strikt das Ziel, den Verein finanziell zu konsolidieren. Dafür nimmt er auch Qualitätseinbußen in Kauf. Dennoch ist Lutzeier von seiner Mannschaft überzeugt: „Wir haben einen Toptrainer und eine gute Truppe – nur eben viel billiger als in den Vorjahren.“

Während es sportlich und finanziell also offenbar langsam aber stetig bergauf geht, tobt hinter den Kulissen weiter der Rosenkrieg mit Ex- Schatzmeister Alfred Kirr. Lutzeier ist von den Äußerungen des, noch als Vizepräsident tätigen Vermögensberaters im Tagblatt wenig begeistert. „Das ist alles gelogen“, sagt der Präsident. Lutzeier verweist darauf, dass Kirr dem Verein noch Geld schulde. Seine Befürchtung: „Das wird irgendwann vor Gericht enden.“

Quelle: fussball-vorort.de

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