Fürstenfeldbruck: Trotz Führung kein Sieg und Befreiungsschlag

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Knapp vorbei ist auch daneben: Trotz des Tores von Alexander Hollering spielt der SC nur unentschieden.

SC Fürstenfeldbruck - Der so sehnlich erhoffte Befreiungsschlag für den SC Fürstenfeldbruck blieb aus. Nach dem Remis beim direkten Konkurrenten stehen die Brucker weiter im Abstiegssumpf fest.

VON ANDREAS DASCHNER

Fürstenfeldbruck – „Ein Punkt ist zu wenig, aber es ging einfach nicht mehr“, haderte Alexander Hollering nach dem Schlusspfiff. Der Stürmer wurde zum tragischen Helden des Spiels. Zwar erzielte er die 1:0-Führung, als er nach einem Eckstoß völlig frei aus fünf Metern einschieben konnte. Im zweiten Durchgang versäumte er es aber, bei zwei ähnlich großen Chancen den möglichen Brucker Sieg sicher zu stellen.

Gegenüber dem einschläfernden Offensivauftritt gegen Rosenheim steigerte sich der Brucker Sturm diesmal deutlich. Die vor Wochenfrist noch fehlenden Torchancen waren diesmal da. Abgesehen von Hollerings Treffer konnten die SCF-Angreifer sie aber nicht nutzen. Dabei hätten die Brucker im zweiten Durchgang innerhalb von zwei Minuten die Entscheidung zu ihren Gunsten herbeiführen können. Erst scheiterte Hollering mit einem Schuss aus fünf Metern am Bein eines Deggendorfer Verteidigers, den Nachschuss ballerte Armin Lange gegen das Bein des niederbayerischen Keepers Andreas Rixinger.

Beim folgenden Eckstoß bot sich Hollering gleich noch einmal die Riesenchance. Doch diesmal verfehlte er das leere Tor aus wenigen Metern knapp. So blieb es beim 1:1 aus der ersten Halbzeit. Schon der Ausgleichstreffer im direkten Gegenzug zum Führungstor war unnötig. „Wir hätten den Ball einfach klären können“, sagte Brucks Serkan Türkcan. Stattdessen nutzte Deggendorfs Dominik Hauner die mangelnde Konsequenz, schnappte sich das Leder und ließ dem einmal mehr starken Michael Beck im Brucker Kasten keine Abwehrchance. „Unerklärlich“, sagte Türkcan über den Defensiv-Patzer.

Zum fehlenden Killerinstinkt vor dem Tor kam dann auch noch Pech, als Schiedsrichter Christian Keck wohl als einziger im Stadion ein elfmeterreifes Foul am eingewechselten Marcel Ebeling übersah. Sogar der Deggendorfer Anhang räumte auf der Tribüne ein, dass ein Pfiff angebracht gewesen wäre. Der blieb jedoch aus, und so blieb es am Ende beim Remis, das beiden Teams keinen Schritt weiterhilft. Zumindest wissen die Brucker, was die Stunde geschlagen hat. „Ab sofort ist jedes Spiel bis zur Winterpause ein Endspiel“, sagte Türkcan.

Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt zwar nur vier, auf die Relegationsplätze sogar nur einen Punkt. Nur mit Unentschieden können sich die Brucker aber kaum aus dem Sumpf befreien. Siege müssen her, „damit wir nicht noch tiefer hinten reinrutschen“, so Türkcan.

Quelle: fussball-vorort.de

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