Fulminantes Vorrunden Finale

Haching kämpft gegen Regensburg gegen die Rückkehr in den Abstiegskampf

Ein Derby zum Abschluss: Die SpVgg Unterhaching empfängt zum letzten Spiel des Jahres am Samstag (14 Uhr) den SSV Jahn Regensburg im Sportpark. Es könnte das fulminante Finale einer tollen Vorrunde werden – aber auch die Rückkehr in den Abstiegskampf.

Von Christian Amberg

Unterhaching – Sie werden nach dem Abpfiff wohl wieder lustige Mützen überziehen und sich mit einem Dankeschön-Spruchband vor die Fankurve stellen. Alle Jahre wieder ist auch das Ende der ersten Halbserie Gelegenheit, sich ans Publikum zu wenden. Die Kicker der SpVgg Unterhaching werden dabei gefeiert werden, das steht schon fest. Zurecht: Denn wieder als Abstiegskandidat gestartet, kämpft die Mannschaft am 22. Spieltag um den Anschluss an die Aufstiegsplätze. Doch in alle Begeisterung über die starke Vorrunde mischt sich auch Gefahr: Den Kampf um den Klassenerhalt aus den Augen zu verlieren.

Sechs Punkte sind es aktuell auf den dritten Platz, ebenso nur sechs auf den ersten Abstiegsrang. Dieser Abstand könnte im schlechtesten Fall auf drei Zähler zusammenschrumpfen. Man möchte sich gar nicht ausmalen, was dann über die Feiertage noch vom guten Eindruck der Hinrunde übrigbleiben würde. Im Vorjahr, als noch weit weniger laut über das Überraschungsteam aus Unterhaching geredet wurde, hatte die SpVgg nach 20 Spieltagen übrigens schon acht Punkte mehr gesammelt und kam nach der Winterpause im Abstiegskampf doch noch in Bedrängnis.

Da man im Sportpark offiziell ja nur von Spiel zu Spiel schaut, könnte es durchaus sein, dass an der Mannschaft diese durchaus brisante Tabellen-Konstellation mit all ihren Gefahren vorbeiging. Macht aber nichts, denn mit einem Sieg gegen Regensburg wäre die Sachlage schließlich auch ganz anders. Nach dem „sehr schönen 0:0“ im Hinspiel, an das sich Chefcoach Claus Schromm erinnert, will man die damals aufgetretenen Unzulänglichkeiten diesmal besser machen. Im ersten Saisonspiel konnte der Zweitliga-Absteiger zur Pause nach einer fulminanten Hachinger Halbzeit mit dem Remis hochzufrieden sein, am Ende war’s umgekehrt, weil der SpVgg sichtbar die Luft ausging.

„Aber es gab im Hinspiel viele Chance und die wird es wohl auch am Samstag geben“, erwartet Schromm, „und dann wird es auch das ein oder andere Mal klingeln. Ein torloses Spiel wird es sicher nicht geben.“ Vor allem, weil auch Regensburg eine spielstarke Mannschaft ist, viel Ballbesitz hat und taktisch ausgeprägten Fußball spielt „kann sich ein schönes Spiel entwickeln“, hofft Hachings Trainer. Sollte es auch noch mit einem Sieg klappen, wäre ein gemütliches Fest garantiert. Und oben genannte negative Szenarien könnten bis zum Trainingsstart am 4. Januar getrost in der Kabine bleiben.

SpVgg: Müller – Hingerl, Hummels, Hofstetter, Götze – Steinherr, Sternisko, Moll, Willsch (Bichler) – Voglsammer, Haberer.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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