3300 strahlende Gesichter in Fürstenfeldbruck

Die Gala von Jupps Edel-Reservisten

Ein echter Brucker im Bayern-Trikot: Alexander Sieghart klatscht seine Ex-Kollegen ab.

Fürstenfeldbruck – Das hat es beim SC Fürstenfeldbruck wohl noch nie gegeben: 0:7 (0:3) verloren, und trotzdem gab es überall nur strahlende Gesichter. Das Testspiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München wurde für die Brucker vor 3300 Zuschauern zum erhofften Erlebnis.

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Und sogar ein Ehrentor wäre möglich gewesen. Bayern-Trainer Jupp Heynckes hatte insgesamt acht seiner Edel-Reservisten aus dem Profikader aufgeboten: Tom Starke, Rafinha, David Alaba, Anatoliy Tymoshchuk, Diego Contento, Mitchell Weiser, Emre Can und Claudio Pizarro. Der ebenfalls eingeplante Daniel van Buyten musste aber mit einer Hüftverletzung passen. Gegen Pizarro und Tymoshchuk hatten zwei Brucker ihre großen Momente.

SCF-Verteidiger Sebastian Schmeiser bekam es mit dem Peruaner Pizarro zu tun. „Ein Wahnsinn“, schwärmte der junge Brucker, der in der 64. Minute ein Tor des Bayern-Profis zulassen musste. „Gegen so einen kann man viel lernen.“ Der Unterschied zu seinen sonstigen Gegenspielern? „Obwohl Pizarro gar keine so große Grundschnelligkeit hat, ist er mit zwei Schritten weg. Der verschafft sich einfach den Raum, den er braucht.“

Für Tymoshchuk könnte unterdessen eine Zahlung in die Mannschaftskasse fällig werden. Er ließ sich nämlich von Armin Lange tunneln. Ein Tor wollte dem Brucker Stürmer trotz zweier Großchancen aber nicht gelingen. Beide Male scheiterte er an Leo Wegerle im Bayern-Kasten. „Davon träume ich wahrscheinlich noch wochenlang“, ärgerte sich der Goalgetter, der von der Zuschauerkulisse schwer beeindruckt war: „Das ist schon der Wahnsinn, vor so vielen Leuten zu spielen.“ Während der Partie habe er sich aber eher auf die berühmten Kontrahenten konzentriert, als auf die Kulisse. Und auch wenn sich Lange über die vergebenen Chancen ärgerte: „Der Tunnel gegen Tymoshchuk zählt doch auch was.“

Ein gutes Spiel zeigte auch SCF-Keeper Michael Beck, der einmal gegen Weiser spektakulär parierte. Dass die Bayern im Abschluss eine andere Qualität zeigen, als die Stürmer, gegen die Beck in der Liga antritt versteht sich. „Die sind einfach ruhiger im Abschluss und bolzen nicht einfach drauf.“ Dreimal musste Beck hinter sich greifen. Zwei Gegentore fing er sich von einem ehemaligen Brucker ein: Alexander Sieghart ein. Er ist der Sohn von Stefan Sieghart, der beim TSV West die Jugend trainiert. Zur Halbzeit machte Beck dann für Lukas Welzmüller Platz.

Der lange verletzte Keeper kassierte vier Treffer und räumte das Feld für Brucks dritten Torhüter Stefan Held. Und der blieb gegen den Rekordmeister am Ende ohne Gegentor – natürlich auch, weil die Bayern ein paar Gänge zurückschalteten. Trotzdem war Held gut gelaunt zu Scherzen aufgelegt: „Besser konnte es nicht laufen“, sagte er lachend über sein zu Null.

Quelle: fussball-vorort.de

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