Garching will nach oben, aber nicht mit aller Gewalt

VfR Garching Daniel Weber
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Vor allem auswärts ließ der VfR Garching (hier Coach Daniel Weber) einige Punkte liegen.

VfR Garching - Der VfR Garching erwischte einen Traumstart und zierte an den ersten sechs Spieltagen die Tabellenspitze. Dann kamen sechs Pleiten in Folge. Im Derby gegen Eching sollen Weichen gestellt werden. 

Brisantes Duell in der Bezirksoberliga: Am Samstag (15 Uhr) empfängt Spitzenreiter TSV Eching Nachbar VfR Garching, der nur fünf Punkte dahinter auf dem dritten Rang lauert. Das Verhältnis zwischen den Vereinen beschreiben beide Seiten als freundschaftlich, auch die Zielsetzung vor der Saison zeugt von Einigkeit. „Unter die ersten Fünf“ wolle man kommen, erläutern sowohl Echings Fußballchef Marcus Heiss als auch Garchings Abteilungsleiter Franz Hölzl.

Bewegte Jahre hat der TSV Eching hinter sich. Insgesamt fünf Bayernliga-Spielzeiten kann man vorweisen, nach dem Abstieg im Jahr 1993 ging es jedoch sukzessive bergab, bis in der Bezirksliga Endstation war (2007). Einige Fehler seien in der Vergangenheit begangen worden, erläutert Heiss, nun wolle man „mehr Konstanz reinbringen“. Nach dem Abstieg aus der Landesliga hatte die Elf von Trainer Ivo Bacic einen mäßigen Start, ist aber seit nunmehr zwölf Spielen unbesiegt.

Der VfR Garching indes erwischte einen Traumstart und zierte an den ersten sechs Spieltagen die Tabellenspitze. Dann jedoch, so Hölzl, kam die „eklatante Auswärtsschwäche“mit sechs Pleiten in Folge zum Tragen. Im letzten Spiel vor der Winterpause ging dann auch noch die erste Partie auf eigenem Platz verloren (0:1 gegen Baldham-Vaterstetten).

Geschlossenheit beweisen die beiden Klubs in der Unterstützung für den an Leukämie erkrankten ehemaligen Echinger Trainer Wolfgang Donders. Im Rahmen einer Typisierungsaktion für Donders veranstaltet der Gastgeber eine große Tombola. Auch Garchings Coach Daniel Weber, gebürtiger Kölner, sichert „meinem ersten Trainer in München“ die volle Unterstützung seines gesamten Kaders zu. Michael Rensing, den Weber vor seinem Engagement beim 1. FC Köln in Form gebracht hatte, hat sich ebenfalls angekündigt.

Das Hinspiel hatte der VfR Garching mit 3:2 für sich entschieden, der Start nach der Winterpause ist beiden gelungen. Bei allen Übereinstimmungen gibt es aber einen Punkt, bei dem sich die Verantwortlichen doch grundsätzlich widersprechen. Während beide den Aufstieg „gerne, aber nicht mit Gewalt, mitnehmen“ würden, versichern sowohl Hölzl als auch Heiss, dass der Druck im Derby eindeutig beim Kontrahenten läge.

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Quelle: fussball-vorort.de

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