Garchinger Achterbahnfahrt geht weiter

Vorbereiter: Florian de Prato (r.) und seine Mitstreiter kassieren eine 2:4-Niederlage gegen Feldmoching.

VfR Garching - Genie und Wahnsinn zugleich: der VfR Garching. Nach dem fulminanten 7:0-Erfolg beim FC Deisenhofen setzte es gegen die SpVgg Feldmoching eine bittere 2:4 (2:2)-Niederlage.

Garching – Wer mit dem VfR Garching etwas zu tun hat, seien es Spieler, Trainer, Funktionäre oder Fans, der muss sich in diesen Wochen vorkommen wie in einer Achterbahn auf dem Oktoberfest. Peinliche 3:5-Niederlage zu Hause gegen Starnberg, glanzvoller 7:0-Sieg gegen Deisenhofen und jetzt das: 2:4 gegen den Tabellenvorletzten SpVgg Feldmoching, vor heimischer Kulisse.

Nicht nur das wöchentliche Auf und Ab musste Trainer Daniel Weber nach der Bezirksoberliga- Partie bemängeln. Nach dem 1:0 durch Georg Ball (40.) begann noch vor der Pause die ganz wilde Fahrt. „Anstoß, Freistoß, Flanke, Ausgleich“, beschrieb Weber die kalte Dusche unmittelbar nach seinem Jubelschrei über Balls Treffer. Marco Löwe hieß der Schütze. Kaum hatte sich der VfR-Coach hingesetzt, musste er schon wieder aufspringen – nun wieder aus Freude. Florian de Prato hatte am Sechzehner seinen Bewacher verladen und den Ball vor den Feldmochinger Kasten gechippt. Dort nickte Patrick Würll zur erneuten Führung ein.

Wer nun dachte, zumindest bis zum Wiederanpfiff seine Ruhe zu haben, sah sich getäuscht. Wieder im direkten Gegenzug gelang Feldmoching das 2:2. Michele La Cioppa lupfte am Ende eines Angriffs den Ball gekonnt über den heraus eilenden Garchinger Keeper Stephan Wachenheim. Die besten Vorsätze zur Pause halfen dem VfR nichts. Nur fünf Minuten war die Partie wieder im Gange, als Maxi Schneider ungehindert aus sechs Metern ins Tor köpfen durfte – 2:3 (50.).

In der Folge ließen die Garchinger zunächst die Köpfe hängen, auch dieses Gefühl war für Weber ungewohnt. Immerhin versuchten sie nach einer Weile wieder Druck aufzubauen. Richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten der SpVgg aber nicht mehr. Die Tour der Gäste, sich hinten einzuigeln und auf Konter zu lauern, zog indes schon. Zehn Minuten vor Schluss bekam Philipp Schmidt auf diesem Wege den Ball mustergültig durch die Gasse gesteckt und verwandelte zum 2:4 (80.).

Für Weber endete die Achterbahnfahrt auf dem Spielfeld wie oft eine Achterbahnfahrt auf der Wiesn endet: Ihm war schlecht. Damit das Gefühl nicht auch in der Liga anhält, wurde gleich nach der Partie Kriegsrat gehalten: „Jeder sieht das gleiche“, berichtete Weber. „Wir verlassen uns auf die Offensive, reden und helfen uns zu wenig. Das muss anders werden, 17 Punkte aus neun Spielen, das ist zu wenig.“

von Guido Verstegen

Quelle: fussball-vorort.de

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