Zerfall des Teams droht

Garchings Zukunft könnte sich heute entscheiden

Daniel Weber hat für den Fall eines Rückzuges schon seinen Abschied angekündigt. F: Michalek

Alleine die Ankündigung weist schon auf den Ernst der Lage hin. Unter dem Titel „Regional- oder Kreisliga“ lädt Regionalligíst VfR Garching am heutigen Abend (19 Uhr) im eigenen Vereinsheim zu einer Pressekonferenz, bei der es um die Zukunft des Vereins aus dem Norden Münchens geht. Obwohl die Mannschaft von Trainer Daniel Weber aktuell die beste Saison der Vereinshistorie spielt, steht der Klub wegen finanzieller Schwierigkeiten vor dem freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga.

Der erste Ausflug in die vierthöchste Spielklasse war 2014/15 mit dem Abstieg über die Relegation zu Ende gegangen. 33 Punkte standen seinerzeit am Saisonende zu Buche, nachdem im Jahr darauf der direkte Wiederaufstieg gelungen war, sind es nun fünf Spieltage vor Schluss bereits 40 Zähler. Und doch haben die Garchinger mit existenzbedrohenden Problemen zu kämpfen.

Varianten gehen bis zum Neustart in der Kreisliga

Im vergangenen Jahr sei ein Defizit von 35?000 Euro zusammengekommen, wie Präsident Uwe Cygan und Abteilungsleiter Franz Hölzl nun bekanntgeben mussten. Die aktuelle Saison ist zwar durchfinanziert, auf Dauer aber sei dem Hauptverein eine derartige Belastung nicht zuzumuten.

Drei Szenarien sind derzeit denkbar: Falls es gelingt, neue Sponsoren zu gewinnen, kann der VfR weiter in der Regionalliga mitmischen.

Die zweite Variante sieht einen Rückzug in die Landesliga vor, da die Verantwortlichen die Bayernliga als nicht entscheidend kostengünstiger einstufen.

Und eben die so dramatisch klingende dritte Möglichkeit: Ein Rückzug bis in die Kreisliga, wo die zweite Mannschaft spielt.

Der derzeitige Kader der ersten Mannschaft stünde in diesem Fall vor der kompletten Auflösung. Auch der 43-jährige Trainer, der seit mittlerweile zehn Jahren im Amt ist und den Verein von der Bezirks- bis in die Regionalliga führte, würde diesen Weg nach eigener Auskunft keinesfalls mitgehen.

Quelle: fussball-vorort.de

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