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Gefälliger Test mit überraschendem Ende

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An seiner Nervenstärke vom Elfmeterpunkt muss BCF-Abwehrmann Thaddäus Jell (re.) noch arbeiten. Wie im Pokalmatch gegen Rain verschoss der Ex-Rosenheimer auch im Test gegen den TuS Geretsried einen Strafstoß. Foto: lippert

Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen zeigt im Landkreisderby nach enttäuschender erster Spielhälfte einige gute Ansätze, muss sich dem lange ebenbürtigen Lokalrivalen TuS Geretsried dennoch mit 2:3 geschlagen geben.

Als verlässlicher Elfmeterschütze wird Thaddäus Jell aller Voraussicht nach nicht mehr in den Chroniken des BCF Wolfratshausen auftauchen. Zweimal trat der Bernauer bislang vom Punkt an, beide Male scheiterte er: beim Pokal-Aus gegen den TSV Rain ebenso wie jetzt im Testmatch gegen den TuS Geretsried. Jell zielte zur Freude des Torhüters jeweils halbhoch, am Dienstag besiegelte der Fehlschuss die Niederlage gegen den eine Spielklasse tiefer beheimateten Mitstreiter aus dem Landkreis. Coach Andi Brunner äußerte die Ansicht, dass „ein Unentschieden gerechter“ gewesen wäre, ergänzte aber korrekterweise: „Den Elfer musst du halt reinschießen.“

Unter Umständen hätte auch das Glück ein wenig nachhelfen können. Doch landete ein Schlenzer von Manuel Pratz - von wegen schwacher rechter Fuß - lediglich am Lattenkreuz. Die zweite Spielhälfte hatten die Farcheter weitestgehend im Griff. Der Trainingsvorsprung machte sich mit zunehmender Spieldauer bemerkbar. „Es war klar, dass es bei uns irgendwann weniger wird“, erläuterte TuS-Coach Ralph Zahn eingedenk von gerade einmal fünf vorangegangenen Übungseinheiten. Bis es soweit war, spielte der Oberliga-Aufsteiger den gefälligeren Ball. Resultat der Kombinationsfreude war eine 2:0-Pausenführung, die Martin Bachhuber und Ex-BCF-Kicker Stephan Müller binnen weniger Sekunden besorgt hatten. „Wir haben uns gut bewegt, es wollten immer mehrere Spieler den Ball“, gefiel Zahn der Vortrag bis zur Pause.

Der Landesligist wartete bis dato allenfalls mit mäßigem Tordrang auf. Brunner merkte aber an, man hätte mit konzentrierten Ausspielen „drei ähnliche Chancen“ haben können. Die Schuld an den Gegentreffern lastete der Coach Jakob Taffertshofer und Lech Kasperek zu gleichen Teilen an. Außerdem monierte Brunner, man könne gegen Kicker vom Kaliber eines Müller oder Johann Latanskij nicht ständig nur verschieben, sondern müsse irgendwann „auch einen Zweikampf gewinnen“.

Nach dem Seitenwechsel ließ sich die Heimelf ein weiteres Mal durch Bachhubers feinen Heber düpieren, sorgte aber auch für eigene Kreationen. Toll, wie Franz Fischer beide BCF-Tore markierte. Zunächst folgte seiner feinen Ballannahme der umgehende Abschluss aus der Drehung. Und die von Christian Linder mit letztem Einsatz erarbeitete Hereingabe muss ein Stürmer erst einmal so verwerten. Trotz physischer Vorteile zum Ende hin reichte es nicht zu mehr für die Farcheter. „Wir bringen den letzten Ball manchmal nicht an“, nannte Brunner eine Ursache.

Die nächste Gelegenheit, den angesprochenen Makel abzustellen, bietet sich bereits morgen: Um 19 Uhr gastiert der Ballclub beim Bayernligisten SV Heimstetten.

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