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Schromm soll funktionierendes Kollektiv formen

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SV Heimstetten Memis Ünver
Memis Ünver traf im Test für den SV Heimstetten. © Archiv

SV Heimstetten - Zu beneiden ist Schromm, weil sich eine solche Qualität in der Breite wohl in kaum einem anderen Bayernliga-Kader finden lässt. Die Kunst dabei: ein funktionierendes Kollektiv zu formen.

Es war eine Szene, die gleichermaßen Neid und Respekt vor der Aufgabe, die Claus Schromm bewältigen muss, auslösen konnte. Nach etwa einer Stunde des Vorbereitungsspiels gegen den Landesligisten BCF Wolfratshausen wechselte der Trainer des Bayernligisten SV Heimstetten fast seine gesamte Elf aus. Und was da auf den Heimstettener Kunstrasen kam, hätte genauso gut erste Wahl sein können.

Zu beneiden ist Schromm, weil sich eine solche Qualität in der Breite wohl in kaum einem anderen Bayernliga-Kader finden lässt. Allerdings ist es nicht einfach für ihn, bis zum Start des Restprogramms in zwei Wochen aus den vielen hervorragenden Individualisten ein funktionierendes Kollektiv zu bilden. „Darin liegt tatsächlich die Schwierigkeit“, sagte der SVH-Coach nach dem 2:1-Sieg gegen Wolfratshausen am Freitagabend.

Dem 2:1 gegen Wolfratshausen folgt ein 9:1 bei der Pflichtaufgabe gegen Grasbrunn

Ein stückweit lieferte die Start-Elf Entscheidungshilfe für Schromm. Das Ziel, das Passspiel in seiner Präzision und Schärfe zu verbessern, geriet im Keim schon aus den Augen. Grund war eine hellwache und nicht gerade zimperliche Wolfratshausener Defensive, die den SVH-Angreifern stets auf der Pelle hing und zunächst oft vor dem Adressaten am Ball war. „Da haben wir uns ein wenig überraschen lassen“, sagte Schromm. Die Folge des laschen Zweikampfverhaltens: Der Landesligist lag durch einen Treffer von Max Panholzer zur Pause mit 1:0 in Führung – und Heimstetten war damit noch gut bedient.

Der Kader des SV Heimstetten

Nach dem Seitenwechsel gewann der SVH mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel. Und nachdem Schromm den Massenwechsel vollzog, kamen die Gäste kaum noch aus der eigenen Hälfte. „Eine Stunde lang war das sehr gut, danach konnten wir nach der harten Trainingswoche das Tempo nicht mehr halten“, sagte BCF-Coach Andreas Brunner. Und: „Die Heimstettener Auswechselbank ist schon bemerkenswert.“ Zwei aus dem vermeintlichen zweiten Glied sorgten mit ihren Treffern dann auch für den Sieg des SVH: Memis Ünver und Ali Kartal.

Am Samstag spielte Heimstetten dann auch noch gegen den Kreisligisten TSV Grasbrunn. Hinweise auf den sportlichen Wert für den Bayernligisten lieferten das Ergebnis – 9:1 gewann der SVH – und eine Aussage Schromms: „Das Ding ist auch gespielt.“ Ein wichtiger Test gegen die U23 des Proficlubs FC Ingolstadt steht noch auf dem Programm. Dort werden wohl die Kicker auflaufen, die dann auch bei der Wiederaufnahme des Punktspielbetriebs gegen TuS Regensburg die Kohlen aus dem Feuer holen sollen. Der Konkurrenzkampf tobt bis dahin weiter, Schromm muss ihn entscheiden.

von Matthias Vogel

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