Gepflegte Langeweile, aber drei Punkte für Bruck

+
Den Tritt ins Gesäß haben eher – umgekehrt – die Brucker (weiß) den Kickern vom FC Pipinsried verpasst. Der SCF siegte mit 2:0.

SC Fürstenfeldbruck - Der Weg des SC Fürstenfeldbruck führt immer deutlicher Richtung Bayernliga. Obwohl wichtige Spieler ausfielen, gelang den Bruckern beim 2:0 (1:0) im Derby gegen den direkten Konkurrenten Pipinsried der dritte Sieg in Folge.

VON ANDREAS DASCHNER

Fürstenfeldbruck – 42 Punkte weist das Brucker Konto mittlerweile auf. Sogar Rang zwei wäre bei einem Sieg im Nachholspiel in Kottern am Montag in Sichtweite. Auf die Relegationsränge für die Regionalliga schielt man in Bruck aber freilich nicht. Hier denkt man pragmatischer. „Die Siege, die wir jetzt holen, brauchen wir am Ende nicht mehr einfahren“, sagte Trainer Roberto Fontana schon nach dem Erfolg in Landsberg. Doppelt gilt dies natürlich für Siege gegen direkte Konkurrenten, wie es die Pipinsrieder bis vor der Partie noch waren. Für die Brisanz, die angesichts der Tabellensituation in dem Spiel steckte, war in der ersten Halbzeit aber herzlich wenig geboten. Statt eines Derbykrachers gab es für die 220 Zuschauer im Technomarktstadion gepflegte Langeweile.

Die einzige Ausnahme bildete Wilson Onyemaekes Führungstor. Fast schon in Messi-Manier nahm Brucks „schwarze Perle“ das Leder volley und hob es gefühlvoll über den zu weit vor dem Tor postierten Pipinsrieder Keeper Johannes Steiner. „Sowas gelingt einem vielleicht einmal im Leben“, sagte der Kunstschütze, der die Partie im zweiten Durchgang noch einmal unfreiwillig spannend machte. In der 55. Minute verschoss er einen an Patrick Feicht verschuldeten Strafstoß.

„Das war der erste Elfmeter überhaupt, den ich verschossen habe.“ Die Frage, ob er das Spiel noch einmal spannend machen wollte, beantwortete Onyemaeke lachend: „So kann man das auch sehen.“ Dass der Fehlschuss ohne Folgen blieb, lag auch an der Defensive des SCF. Obwohl mit Co-Trainer Florian Baier und Dardan Gashi zwei wichtige Kräfte ausfielen, ließ die Viererkette um Manuel Feicht, Christian Rodenwald, Josef Welzmüller und Johann Dietrich in den 90 Minuten keine nennenswerte Torchance zu. Die Entscheidung gelang Serkan Türkcan.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare