1:3 - Gerät Pipinsried in die Krise?

Eine Szene mit Symbolcharakter: Pipinsrieds Keeper Tobias Antoni musste immer wieder Duelle mit den schnellen Hachingern – hier Michael Marinkovic – bestehen.
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Eine Szene mit Symbolcharakter: Pipinsrieds Keeper Tobias Antoni musste immer wieder Duelle mit den schnellen Hachingern – hier Michael Marinkovic – bestehen.

FC Pipinsried - Das Nachwuchsteam der SpVgg Unterhaching hat dem FC Pipinsried seine Grenzen aufgezeigt. Die Gelb-Blauen verloren das Heimspiel mit 1:3 und konnten froh sein, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen ist.

Folgt nun die Krise? Manchmal müssen Sportler anerkennen, dass ihre Gegner einfach überlegen sind. So gestern, als die zweite Mannschaft der SpVgg Unterhaching in Pipinsried mit 3:1 gewann. Technik, Schnelligkeit mit und ohne Ball: Die jungen Hachinger präsentierten sich als ehrgeizige Drittliga-Reservisten, die sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen. Tobias Strobl fasste hinterher seinen Zustand mit dem Begriff „ratlos“ zusammen. „Die Hachinger waren besser in allen Belangen. Ich weiß nicht, was wir anders hätten machen können.“

Dabei ging es gar nicht schlecht los für die Gelb- Blauen: Sie standen hoch, liefen ihre Gegner früh an. Insbesondere Serge Yohoua sorgte für die eine oder andere Balleroberung. Torchancen folgten daraus jedoch nicht. Beeindruckend dagegen, wie konsequent die Hachinger Talente den Weg zum Tor suchten. Auch wenn ihre frühe Führung etwas glücklich zustande kam (10.), überraschend kam sie nicht. Die Wirkung auf die Pipinsrieder war indes verheerend: In der Offensive brachten sie nun gar nichts mehr zustande, zudem schwamm die Defensive. Nicht zuletzt, weil sie von den vier Pipinsrieder Stürmern kaum unterstützt wurde. Die Münchner wirbelten hingegen ungebremst: Marinkovic, Redondo und Niederbacher gewannen fast jedes Laufduell. Prompt fiel der zweite Treffer (25.), die Partie war im Prinzip gelaufen. Zu allem Überfluss zeigte Antoni Nerven: Zum Beispiel als er bei einer harmlosen Flanke über das Spielgerät säbelte (37.).

Erst kurz vor der Halbzeit fingen sich die Dorfclub-Akteure wieder ein bisschen. Und hätte Schiedsrichter Thomas Wagner etwas genauer hingeschaut, wäre ihnen kurz vor dem Pausenpfiff ein Handelfmeter zugesprochen worden (45.). Immerhin: Die Aktion motivierte die Strobl-Mannen. Der Coach brachte nach dem Seitenwechsel mit Dominic Wünsch und Giovanni Goia zwei neue Mannen für die Außenpositionen. Die beiden brachten durchaus Schwung in die Partie, ihre Kollegen wagten nun auch einmal Abschlüsse aus der zweiten Reihe (53./61.). Zum wichtigste Pipinsrieder Akteur mutierte allerdings der zuvor so unglückliche Antoni: Er entschärfte in kurzer Folge Aktionen von Marinkovic (65.) und Niederbacher (66./69.).

Viel ging danach nicht mehr: Die Pipinsrieder gaben sich zwar redlich Mühe, aber richtige Gefahr ging nicht mehr von ihnen aus, abgesehen vielleicht von einem Drehschuss von Goia vom Strafraumrand (85.). In den Schlussminuten fielen aber auf beiden Seiten nochmals Treffer. Das Elfmetertor für die Hausherren kann man als Geschenk des Referees werten. Hachings Coach Florian Ernst zeigte sich sehr zufrieden: „Der Sieg war hoch verdient. Wenn wir unsere Konter besser ausspielen, gewinnen wir sogar noch höher.“ Strobl hingegen muss sich etwas einfallen lassen, denn am kommenden Samstag muss er mit seiner Crew beim Spitzenreiter BC Aichach ran.

Quelle: fussball-vorort.de

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