Gerber hilft Regensburg nicht weiter

Der neue Regensburger Trainer Franz Gerber konnte gegen Ingolstadt noch keine eigenen Akzente setzen
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Der neue Regensburger Trainer Franz Gerber konnte gegen Ingolstadt noch keine eigenen Akzente setzen

SSV Jahn Regensburg - Auch Interimscoach Franz Gerber hat den Sinkflug von Aufsteiger Jahn Regensburg in der 2. Liga nicht stoppen können. Nach dem Trainerwechsel setzte es im Derby eine Niederlage.

Der Sportchef, der das Trainer-Amt nach der Trennung von Oscar Corrochano vor einer Woche übernommen hatte, bezog bei seinem Debüt eine 2:4 (1:0)-Niederlage im Derby beim FC Ingolstadt. Für Regensburg, das lange gut mithielt, war es die fünfte Pleite hintereinander. Der FCI ist jetzt seit sechs Spielen ungeschlagen und hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei.

Startelf-Debütant Ramon Machado hatte den Jahn mit seinem ersten Saisontor vor 9473 Zuschauern in Führung gebracht (17.). FCI-Kapitän Stefan Leitl glich mit seinem vierten Treffer per Nachschuss nach einem von ihm selbst vergebenen Foulelfmeter aus (48.).

Joker Manuel Schäffler drehte die Begegnung mit seinem vierten Tor nach einer Einwechslung (70.), ehe der ebenfalls eingewechselte Abdenour Amachaibou ausglich (80.) und Gerbers Stirn küsste. Doch Ingolstadt schlug mit Christian Eiglers zweifelhaftem Handelfmeter (85.) zurück, Verursacher Wilson Kamavuaka sah für sein Handspiel Gelb-Rot (84.). Caiuby (90.) stellte den Endstand her.

„Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen. Die Entscheidung des Schiedsrichters hat das Spiel gekippt. Der gibt einen Elfmeter, der keiner war - damit gerät alles aus den Fugen, und wir rutschen auf die Verliererstraße“, sagte Gerber verärgert.

Regensburg hatte aber großes Glück, dass Schiedsrichter Marcel Unger (Halle/Saale) nicht schon in der ersten Hälfte auf Elfmeter für Ingolstadt entschied. Francky Sembolo hatte seine Mannschaft bei einem Schuss von Caiuby mit einem Handspiel im Strafraum vor dem sicheren Ausgleich bewahrt und hätte dafür Rot sehen müssen.

Die Führung der Gäste erarbeitete Machado im Alleingang. Der 21 Jahre alte Angreifer grätschte 25 Meter vor dem gegnerischen Tor in einen Querpass von Ralph Gunesch und schloss aus zehn Metern mit links ab. Machado war einer von drei Neuen in der Jahn-Startelf nach dem 0:2 gegen den SC Paderborn, das Corrochano den Job gekostet hatte. Zudem stellte Gerber von 4-4-2 auf ein 4-2-3-1-System um.

Christian Rahn gehörte ebenfalls zu den Neuen, der ehemalige Nationalspieler verschuldete jedoch das 1:1. Sein Halten nutzte Caiuby, um einen Elfmeter herauszuholen, den Leitl im Nachfassen mit Mühe über die Linie mogelte.

Ingolstadt hatte seine besten Spieler in Pascal Groß und dem effektiven Schäffler. Beim vor allem offensiv verbesserten Jahn überzeugten besonders Kamavuaka und Oliver Hein.

SID

Quelle: fussball-vorort.de

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