Schlecht für die Spieler?

In Haching steigt Erwartungshaltung

Wieder trifft ein Ex-Hachinger: Diesmal Mijo Tunjic zum zwischenzeitlichen 1:1. Foto: bro

SpVgg Unterhaching - Währende die Quote bei der Chancenverwertung sinkt, steigen gleichzeitig die Erwartungen bei der SpVgg Unterhaching. Enttäuschend für die Spieler.

Von Robert M. Frank

Unterhaching – „Unser Offensivfußball ist uns sehr oft gelungen“, sagte Claus Schromm, Cheftrainer der SpVgg Unterhaching nach der Partie gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Am Ende brachte der SpVgg Unterhaching allerdings das „sehr oft“ nicht den erhofften Sieg. „Unter dem Strich ist es zu wenig. Wir haben es nicht ganz fertig gespielt“, zog Schromm nach dem 2:2 gegen den Tabellenvorletzten Bilanz. In der Tat ließen die Hachinger im Vergleich zu den Spielen davor gegen Spielende nach und vergaben Großchancen. „In den letzten Wochen hätten wir bestimmt noch das eine oder andere Tor gemacht. Aber wir standen am Ende nur hinten drin und sind vorne nicht mehr gescheit angelaufen“, sagte Yasin Yilmaz.

Stephan Thee vergibt vom Punkt die Vorentscheidung

Gegen Erfurt wurden beste Möglichkeiten zum 3:1 und der damit möglicherweise verbundenen Vorentscheidung fahrlässig vergeben. Stephan Thee vergab einen Foulelfmeter (61.) und Dominik Rohracker scheiterte alleine vor Erfurts Torwart Marcus Rickert (78.). „Wenn wir das 3:1 machen, dann ist die Sache durch“, war sich Torwart Stefan Riederer sicher. Doch das 3:1 fiel nicht. Ausgerechnet der sonst starke Riederer sah dann in der Schlussminute nicht glücklich aus und musste den 2:2-Ausgleich hinnehmen. „Ich war mir eigentlich sicher, dass er aus diesem Winkel nicht trifft“, sagte der 26-Jährige. Doch Dominick Drexler tat es aus spitzem Winkel und vermieste den Hachingern mit dem Ausgleich die Stimmung. „Dass es nicht gereicht hat, ist bitter“, sagte Riederer.

Haching steht noch glänzend da

Die Hachinger stehen mit dem vierten Tabellenplatz immer noch glänzend da. Die SpVgg ist punktgleich mit dem Team von Arminia Bielefeld, das auf dem ersten Aufstiegs-Relegationsplatz steht. Dennoch sind die Ansprüche in Unterhaching nach den furiosen Siegen gestiegen. Ein Unentschieden wie gegen Erfurt wird von den Spielern mittlerweile eher als Rückschlag denn als Punktgewinn empfunden. Dabei gilt für den Verein weiterhin das Ziel des Klassenerhaltes. „Die Mannschaft ist jetzt traurig“, beschrieb Schromm den Seelenzustand seiner Mannschaft nach dem Spiel. „Der Anspruch an die Mannschaft ist hoch, vielleicht zu hoch“, sagt Schromm. Der 43-Jährige möchte in Zukunft den gestiegenen Erwartungen entgegenwirken. „Wir werden die Spieler an das Positive erinnern.“

Quelle: fussball-vorort.de

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