FCU gewinnt mit dem Glück des Tüchtigen

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Feierstunde: Andreas Faber (l.) gratuliert Ünal Tosun zu seinem Treffer, später erzielt er sein erstes Saisontor.

FC Unterföhring - In Spielen gegen den Tabellenletzten gibt es nicht viel zu gewinnen. Unterföhrings Bayernliga-Fußballer können davon nun ein Lied singen, denn das 2:0 (1:0) gegen den designierten Absteiger TSV Aindling war ein ganz hartes Stück Arbeit.

Nach den Eindrücken der vergangenen Wochen schien zu befürchten, dass die Partie schon nach einer Viertelstunde entschieden sein könnte. Tatsächlich passierte aber bis Mitte der ersten Halbzeit gar nichts. Die Aindlinger verteidigten das 0:0 wie einen Goldschatz und den Gastgebern fehlte die Konsequenz nach vorne. Es war schon deutlich zu sehen, warum der einst bayernweit ziemlich gefürchtete Dorfverein nun der Landesliga entgegen treibt.

Ab Mitte der ersten Halbzeit entstanden auch immer wieder gefährlichere Torszenen, wobei der letzte Zug zum Tor irgendwie fehlte. Große Mannschaften leben in so komischen Fußballspielen von außergewöhnlichen Fußballern. Im Fall des FC Unterföhring ist dies der kickende Glücksfall Ünal Tosun. Der Ex-Unterhachinger legte sich in der 44. Minute den Ball zurecht für einen Freistoß, den er unfassbar unaufgeregt über die Mauer ins Tor hob. Der Kunstschuss sah aus, als wäre es die einfachste Fußballhandlung.

In Führung liegend hatten die Unterföhringer nach der Pause erst gute Möglichkeiten, das 2:0 nachzulegen und damit frühzeitig einen Haken unter die Pflichtaufgabe Aindling zu machen. Weil das nicht gelang, wurde es dann Mitte des zweiten Durchgangs noch einmal ganz kribbelig. Die Gastgeber verloren die Ordnung, Aindling witterte die Chance auf den achten Punkt und hatte drei Riesenchancen binnen zehn Minuten. Besonders eng war es, als in der 70. Minute Außenverteidiger Uwe Schlottner auf der Torlinie klären musste.

„In so Phasen kannst draußen sagen was du willst, du erreichst die Mannschaft nicht“, sagte Trainer Walter Werner. Die Unterföhringer hatten letztlich das Glück des Tüchtigen. In den letzten Minuten konterte der Aufsteiger dann noch und ermöglichte dem auf der Doppelsechs heimisch gewordenen Andreas Faber sein erstes Saisontor (89.). Der Erfolg ging dann unter dem Strich auch so in Ordnung und nun ist Unterföhring Erster der Bayernliga- Heimtabelle. nb

Quelle: fussball-vorort.de

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