Grill vergrault selbst Teambetreuer Leifer

FC Ismaning - Die Rücktrittswelle des FC Ismaning hat nun auch die treuen Helfer des Vereins erreicht. Mit Sven Leifer hat diese Woche der Mannschaftsbetreuer des FC Ismaning nach sieben Jahren seine Arbeit niedergelegt nach Ärger mit Trainer Roman Grill.

Der Auslöser war beim letzten Testspiel gegen Schweinfurt, als der treue Vereinshelfer ein Foto der Rebellen Fries, Hübl, Knauer und Negele machte. Der 38-jährige Leifer wurde von Trainer Grill vor den Zuschauern des Testspiels wüst angegangen. Der Betreuer erklärt zu den genauen Gründen, dass „es zwischenmenschliche Differenzen mit Trainer Grill gab. Mehr möchte ich aber nicht sagen“.

Leifer liebt den FC Ismaning zu sehr, um sich über die genauen Gründe auszulassen. Er macht aber auch deutlich, dass zu den ehemaligen Spielern enge Freundschaften entstanden und nach deren Entlassung der Spaß an der Arbeit zu großen Teilen verloren ging.

Im Kreise der Spieler ist Sven Leifer, den sie alle nur „Willi“ rufen, extrem beliebt. Er ist das Mädchen für alles und hat an Spieltagen rund zwölf (!) Stunden Arbeit. Der Sachse bereitet für die Akteure die Trikots in der Kabine vor, organisiert das Ausfüllen des Spielberichtes und trägt dann die Utensilien von den Bällen bis zu den Wasserflaschen auf den Platz. Während des Spiels macht Leifer Fotos, um später eine Bildergalerie auf der von ihm betreuten Internetseite des Vereins zu veröffentlichen.

Unter der Woche organisiert er Busfahrten zu Auswärtsspielen, das Mittagessen auf diesen Reisen, Trikotbeflockungen und macht viele kleine Arbeiten im Hintergrund. Vor allem aber nahm er seinen ganzen Urlaub immer, um im August in den englischen Wochen jedes Spiel für das Team da sein zu können. Nicht wenige sagten, dass Leifer die Arbeit für drei bis vier Personen machte.

Auch Martin Scherbel quittierte seinen Dienst als Ordner des FCI. Er spottete in Richtung der neuen Sportlichen Führung, die schon munter über die Dritte Liga redet: „Angesichts der Professionalisierung des FC Ismaning fühle ich mich für die Aufgabe als Ordner unterqualifiziert.“

Es scheint derzeit wahrscheinlich, dass noch weitere treue Helfer des Vereins ihre Arbeit niederlegen. Stadionsprecherin Alexandra Scherbel beispielsweise denkt auch daran, ihre Arbeit aufzugeben mit dem Angebot, in einer Zeit nach Roman Grill wieder bereit zu sein. Vor der endgültigen Entscheidung will sie aber noch ein Gespräch mit Präsident Hans Blößl führen.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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