Haberer erlöst zitternde Haching

„Die Leidenszeit ist vorbei“: Erstmals seit Januar 2012, als er einen Kreuzbandriss erlitten hatte, spielt Roland Sternisko (r.) wieder für die SpVgg Unterhaching und wirft sich beim 2:1-Heimsieg gegen Erfurt gleich mächtig ins Zeug.
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„Die Leidenszeit ist vorbei“: Erstmals seit Januar 2012, als er einen Kreuzbandriss erlitten hatte, spielt Roland Sternisko (r.) wieder für die SpVgg Unterhaching und wirft sich beim 2:1-Heimsieg gegen Erfurt gleich mächtig ins Zeug.

SpVgg Unterhaching - Die mutig aufgestellte SpVgg Unterhaching muss gegen das Spitzenteam FC Rot-Weiß Erfurt lange zittern, siegt am Ende aber doch hochverdient mit 2:1 (1:1).

Nach zwei erfolglosen Jahren hat es für die SpVgg Unterhaching gegen den FC Rot-Weiß Erfurt endlich mal wieder zu einem Sieg gereicht. Vor 1.450 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark siegten die Rot-Blauen in einem Spiel auf nassem Rasen mit 2:1 (1:1). Der Jubel über den ersten Heimsieg seit Ende August war groß. Das galt vor allem für Roland Sternisko, der nach einer langen Verletzungszeit überraschenderweise gleich in die Hachinger Startformation zurückkehrte. „Ein tolles Gefühl. Die Leidenszeit ist vorbei. Meine Rückkehr ist perfekt gelungen“, sagte Sternisko, der zuletzt im Januar 2012 für die Hachinger auflief bevor sich der 25-Jährige einen Kreuzbandriss zuzog. Die Hachinger wurden für das riskante Vorhaben ihres Trainerteams belohnt, das aufgrund des Fehlens von Quirin Moll (gelbgesperrt) und Stefan Haas (verletzt) mit Sternisko und dem gelernten Offensivmann Janik Haberer gleich zwei neue Spieler im defensiven Mittelfeld einsetzte. Dementsprechend groß war die Erleichterung bei Cheftrainer Claus Schromm. „Wir haben uns für eine mutige Startelf entschieden. Wir sind überglücklich, dass wir vor der kommenden Länderspielpause einen Dreier zu Hause einfahren konnten.“

Die in der ersten Viertelstunde noch eher unansehnliche erste Halbzeit begann mit einem Paukenschlag für die Gäste. Rafael Czichos zog aus spitzem Winkel einfach mal ab und überwand den schlecht aussehenden Hachinger Schlussmann Korbinian Müller mit einem Schuss ins kurze Eck zum 0:1 (5.). Erst nach 20 Minuten wurden die Rot-Blauen aktiver. Von den Erfurtern kam bis auf einen 23-Meter-Schuss von Andreas Wiegel (23.) so gut wie gar nichts mehr. „Wir haben nur noch versucht, das 1:0 zu verwalten. Das hat Haching wieder ins Spiel gebracht“, monierte Erfurts Trainer Walter Kogler.

Auf Seiten der Hachinger zielte Andreas Voglsammer per 18-Meter-Schuss (19.) sowie per Kopfball (21.) zweimal vorbei. Die beste Möglichkeit vergab Mario Erb, der eine Freistoß-Vorlage freistehend vor dem Tor am Gehäuse vorbeisetzte (27.). Mit dieser Chance wurden die Hachinger endgültig wach. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke drosch Janik Haberer den Ball mit einem Aufsetzer in die Maschen des Thüringer Tores zum 1:1 (33.). Einen Freistoß von Maximilian Welzmüller parierte Erfurts Torwart Philipp Klewin (38.). Auf der Gegenseite verbuchte der Ex-Hachinger Mijo Tunjic (44.) bis zur Halbzeitpause die einzig nennenswerte Gäste-Chance.

Nach dem Seitenwechsel blieb alles beim Alten: Haching diktierte das Geschehen, war vor dem Tor aber meist glücklos. Thomas Steinherr scheiterte (56.) ebenso wie Welzmüller per Freistoß an Klewin (63.). Nach einer verpassten Gelegenheit von Erfurts Tunjic (65.) sorgte Voglsammer für die nun überlegenen Hachinger für die Erlösung. Nachdem Florian Bichler im Alleingang an Klewin gescheitert war, schob der Stürmer den Ball im Nachschuss zum 2:1 ein (70.). Wenig später verpasste Erb nach einem Foul an Bichler im Erfurter Strafraum die Entscheidung (76.). Der Innenverteidiger verschoss den fälligen Strafstoß und ließ die Rot-Blauen bis zum Schluss zittern. Erst nachdem Gäste-Akteur Aykut Öztürk an Müller scheiterte (87.) und Maik Baumgarten nach einer Erfurter Ecke vorbeizielte war der erste Heimsieg nach zuletzt zwei erfolglosen Spielen im Sportpark eingetütet. „Das Ergebnis ist viel zu niedrig ausgefallen“, sagte Haberer zur Hachinger Zitterpartie.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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