Kupka übergibt an Schwabl

Haching mit Beifall in die Zukunft

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Nun Hachings mächtigster Mann: Applaus für Manni Schwabl bei der gestrigen Abstimmung am Abend.

Unterhaching – Um 19.11 Uhr ist gestern eine Ära zu Ende gegangen. Da stand er, Engelbert Kupka, in der Hand einen Strauß Blumen, in den Augen ein paar Tränen, die er tapfer wegblinzelte, während ihm die Mitglieder der SpVgg Unterhaching stehenden Beifall zollten.

Mit einem herzlichen „Glück auf, Haching“ hat sich Kupka verabschiedet. 39 Jahre stand er dem Verein vor, sein Nachfolger Manfred Schwabl übernahm humorig: „Danke, dass du mich in dieses Amt reinschubst.“ Die Anwesenden lachten. Jeder weiß: Er hat sich gerne schubsen lassen. „Nach langer Suche ist Manfred Schwabl mein und unser Wunschkandidat“, so Kupka, „lieber Manni, vor dem, was du hier bereits als Sportlicher Leiter geleistet hast, kann ich nur den Hut ziehen.“ Die Mitglieder des Präsidiums hätten sich gerne schon früher zurückgezogen, doch es hatte stets an vertrauenswürdigen Nachfolgern gefehlt.

Zudem sei nie infrage gekommen, den Klub in der Not zu verlassen. „Das wäre kein Loslassen, sondern Flucht gewesen“, sagte Kupka. Jetzt sei der Zeitpunkt reif: „Sie sehen einen zufriedenen Präsidenten vor sich, der sich voller Optimismus zurückziehen kann – mit Manfred Schwabl, einer echten Persönlichkeit, und seinem Team können wir uns sehr gut sehen lassen.“ Die Mitglieder zollten Applaus. Mit drei Gegenstimmen bei 132 Stimmberechtigten fiel die Wahl wie erwartet deutlich aus. „Wir haben das Schiff SpVgg Unterhaching durch stürmische Zeiten in einen sicheren Hafen gesteuert“, sagte Kupka, „jetzt muss es neu getakelt werden und dann aufbrechen.“ Auch der Rest des neuen Präsidiums wurde ohne nennenswerte Contra-Positionen in die Pflicht genommen. Rainer Beck und Peter Wagstyl fungieren als Vizepräsidenten, Robert Perchtold löst Anton Schrobenhauser als Schatzmeister ab.

Ein Platz wird für Erich Lejeune freigehalten, der gestern an Schwabls Tisch saß und eine mitreißende Rede hielt: „Der FC Bayern hat das Geld – wir haben Herz! Haching ist die dritte Kraft in München. Leute, erzählt es allen weiter: Haching lebt!“ Lejeune überreichte Schwabl zum Einstand ein Trikot mit dem Aufdruck „Auf geht’s Haching“, eine nette Geste, doch die Suche nach einem Hauptsponsor genießt Priorität, merkte der neue Präsident an.

Kupka, sagte er in seiner Einstandsrede, werde bei der nächsten Wahl zum Ehrenpräsident gewählt. Es gab erneut Applaus. So startet der Drittligist die Zukunft: Beifallsberauscht. „Wir müssen jetzt gar nicht viel reden, wir müssen arbeiten“, fand Schwabl. Nicht der schlechteste Ansatz.

Quelle: fussball-vorort.de

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