1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Amateure

Haching ruft den Abstiegskampf aus

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
In die falsche Richtung bewegt sich die Spielvereinigung. Gegen Jena hat Unterhaching sogar noch Glück, Jan Simak vergibt einen Elfmeter für die Thüringer. foto: picture point

Unterhaching - Frust am Tag nach dem 0:2 in Jena. Die SpVgg Unterhaching steckt in der Krise, sogar Trainer Heiko Herrlich spricht vom Abwärtsstrudel.

Unterhaching - Trainer Heiko Herrlich nennt das Kind beim Namen: „Die Lage ist ernst, wir brauchen das nicht schönreden. Wir sind mitten im Abstiegskampf.“ Tabellenplatz 16 ist alleine schon ernüchternd für die Unterhachinger, die Partie im Nachholspiel beim Tabellen-Vorletzten der Dritten Liga machte die Stimmung nicht besser. „Der Sieg von Jena war absolut in Ordnung, auch in dieser Höhe, und wir hatten Glück, dass wir nicht noch ein drittes Tor gefangen haben“, musste Herrlich zugeben. Aktuell vor allem in der Kritik: Die Offensive. „Wir haben es in keinem Punkt geschafft Torgefahr auszustrahlen“, bemängelt der Coach, „im Abschluss sind wir total ungefährlich, und das in allen offensiven Mannschaftsteilen“. Unterm Strich wieder eine enttäuschende Pleite, „weil Jena nicht mal richtig gut war“.

Keine neue Erkenntnis, schon vor der Winterpause war die Offensive das Hauptproblem. Dass es so nicht einmal zu einem Remis reicht, wurde erneut belegt. „Wenn du vorne keine Torgefahr und keinen Druck ausstrahlst, kriegst du zwangsweise hinten irgendwann einen rein. Jena war einfach konterstark“, sagt Herrlich. So zeigt sich deutlich der Abwärtstrend, der schon in der Vorrunde eingesetzt hat und nun gefährliche Ausmaße annimmt. „In der Vorrunde haben wir immer Möglichkeiten gehabt, teilweise haben wir uns massig Torchancen erspielt, auch wenn es nur zu einem Punkt gereicht hat. Aber was uns damals stark gemacht hat, schaffen wir nicht mehr.“

Ein Problem, das bisher vor allem auswärts zu Tage trat. Neun Niederlagen in Folge sind ein Negativrekord. Aber weil die Offensivspieler im Training und in den Testspielen ihre Qualität zeigen, sie aber nicht umsetzen, wenn es um Punkte geht, droht dieses Dilemma sich auch auf die Heimspiele auszuweiten. So könnte die zweite Saisonhälfte richtig ungemütlich werden. Immerhin „Hoffnung“ habe er, sagte Herrlich gestern, dass die Mannschaft im Heimspiel gegen den Tabellen-Vierzehnten, den SV Babelsberg, am Samstag um 14 Uhr ein anderes Gesicht zeigt. Ansatzpunkte gebe es, die will der Coach aber für sich behalten.

Klar stellte Herrlich gestern auch, dass er an seinem Personal festhalten will. In Jena kehrte Sascha Bigalke auf die linke Mittelfeldseite zurück, zudem stand Neuzugang Roman Prokoph in der Anfangself. Besserung? Fehlanzeige. Das Sturmduo Mijo Tunjic und Florian Niederlechner ist von der Rolle. Tunjic ist mit acht Saisontreffern bester Schütze, sein letztes Tor, ein Elfmeter, datiert vom 26. November. Die Angreifer behalten dennoch wie alle Stammkräfte das Vertrauen des Trainers: „Diese Spieler haben’s in der Vorrunde gut gemacht, sie werden das auch jetzt wieder hinkriegen.“

Auch interessant

Kommentare