Haching überzeugt, verliert aber an Boden

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Kein Durchkommen: Hachings Florian Bichler wird von zwei Wehenern in die Zange genommen.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching feierte gegen den Tabellen-Vierten SV Wehen-Wiesbaden mit einem hochverdienten 1:1-Remis einen weiteren Achtungserfolg gegen ein Spitzenteam. Im Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Liga verlor die Mannschaft von Trainer Christian Ziege allerdings weiter an Boden.

Während sich die Hachinger mit einem Punkt begnügen mussten, feierte der bisherige Tabellen- 17. VfB Stuttgart II einen 2:1-Erfolg im Duell mit dem Nachbarn SV Elversberg und tauschte mit den Saarländern die Plätze.

Für die SpVgg vergrößerte sich damit der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf zwei Zähler. In den nächsten drei Partien stehen nun die alles entscheidenden Duelle für die Zukunft des Vereins in der Dritten Liga an: Gegner sind die direkten Abstiegskonkurrenten Kiel (aktuell 15./37 Punkte), Elversberg (17./36) und der VfB Stuttgart II (16./37).

Mit einem Sieg hätte die SpVgg bereits am Samstag die Abstiegsplätze verlassen können. Und es war mehr als ärgerlich, dass es erneut nicht mit dem ersten Dreier seit dem ersten Spiel des Jahres im Januar klappte. Denn einmal mehr überzeugten die Unterhachinger mit teilweise begeisterndem Offensivfußball und hatten genügend Chancen zur Führung. Aber es kam wie so oft: Der Gegner machte das Tor, Haching kam aus dem Tritt. Immerhin reichte es diesmal noch zum späten Ausgleich.

„Wir hätten den Sieg verdient gehabt, müssen aber auch zugeben, dass wir vor dem Ausgleich Glück hatten“, sagte Roland Sternisko. Der eigentlich in der Defensive beheimatete Mittelfeldspieler war nach einer guten Stunde für Stürmer Andreas Voglsammer eingewechselt und in die Offensive beordert worden und erlöste die SpVgg kurz danach mit dem Ausgleichstreffer. Die Erleichterung darüber war am Ende riesig: „Wir haben jetzt drei Spiele gut bestritten, das macht uns zuversichtlich“, so Sternisko nach seinem ersten Tor – möglicherweise einem der wichtigsten der Saison.

Ein „Kompliment“ bekam die Hachinger Elf von Trainer Christian Ziege, „dass sie nie aufgesteckt hat. Schon zum dritten Mal hat mich der Wille und diese Bereitschaft beeindruckt, bis zum Schluss nicht aufzugeben. Das Unentschieden war auf jeden Fall verdient. Wir haben jetzt gegen den Zweiten einen Punkt geholt und gegen den Vierten einen Punkt geholt. Das ist für die Moral sehr wichtig.“

Florian Bichler, am Samstag einer der besten Hachinger, war „am Ende erleichtert, dass es noch ein Punkt geworden ist. Aber dem Spiel nach war es zu wenig. Wir haben 70, 80 Minuten besser gespielt als Wehen, aber uns will einfach das erste Tor nicht gelingen.“ Das 1:0 für die Gäste, das in der 32. Minute mit deren erster Chance quasi aus dem Nichts fiel, wäre fast wieder zum Genickbruch geworden.

„Wenn wir das nicht abstellen, weiß ich nicht, wann wir den ersten Dreier holen wollen“, so Bichler weiter. Die Unterhachinger hatten bereits in den ersten 20 Minuten vier dicke Chancen zur Führung leichtfertig vergeben und mutig und erfrischend nach vorne gespielt. Lucas Hufnagel scheiterte alleine vor Wehen-Keeper Kolke. Nach dem 1:0 von Vunguidica, dem ein Patzer von Alexander Hack vorausgegangen war, rettete Torhüter Michael Zetterer vor der Pause bei einem Schuss von Müller, im zweiten Durchgang traf Vunguidica auch noch die Latte.

Nach dem Ausgleich drängte Haching noch auf den Siegtreffer, musste sich aber mit dem 1:1 zufrieden geben.

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Quelle: fussball-vorort.de

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