Nur 0:0 in Stuttgart

Haching verpasst den „lucky punch“

Hatte den Sieg auf dem Fuß: Janik Haberer (hier noch im Trikot der Hachinger A-Junioren). Foto: Archiv bro
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Hatte den Sieg auf dem Fuß: Janik Haberer (hier noch im Trikot der Hachinger A-Junioren). Foto: Archiv bro

SpVgg Unterhaching - Wenn eine Mannschaft mehr als nur einen Punkt verdient gehabt hätte, wäre es am Dienstag Abend die SpVgg Unterhaching gewesen.

Nach dem 0:0 bei den Stuttgarter Kickers war man auf Hachinger Seite mit dem Punkt im Nachholspiel aber trotzdem zufrieden.

VON CHRISTIAN AMBERG Unterhaching – 88 Minuten waren gespielt, als der Fußball wieder einmal eine der kuriosen Geschichten hätte schreiben können. Ausgeglichene Partie im Gazi-Stadion, und dann, als die SpVgg sich Vorteile erarbeitet und ein Übergewicht an Torchancen erspielt hatte, hätten fast die Gastgeber den „lucky punch“ gesetzt. In eben dieser 88. Minute hätte aber auch alles wiederum ganz anders kommen können, als der drei Minuten zuvor eingewechselte Janik Haberer das Siegtor für die Hachinger gleich doppelt auf dem Fuß hatte. Nach Vorarbeit von Markus Schwabl konnte Kickers-Schlussmann Krauss den Volleyschuss von Haberer abwehren. Weil er ihn nach vorne abklatschte, bekam der 18-Jährige auch die Chance zum Nachschuss – der landete in den Armen des Torhüters.

„Wenn hier einer gewinnt, dann müssen wir das sein“, sagte Trainer Claus Schromm nach dem Spiel, „verdient hätten wir’s gehabt, wir hatten mehr Spielanteile und mehr Großchancen.“ Dass am Ende aber doch nur ein torloses Remis heraussprang fand der Coach weniger schlimm: „Wir können mit dem Punkt schon leben. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so mutig und haben die Qualität der Stuttgarter gesehen. Es ist eigentlich unglaublich, dass die erst 16 Punkte haben, das ist viel zu wenig.“ Erst im zweiten Durchgang kam die SpVgg besser in Schwung – mit etlichen Tormöglichkeiten und Haberers Matchball kurz vor Schluss. „Dass wir seit fünf Spielen auswärts ungeschlagen sind, ist bedeutsamer als die Tatsache, dass wir jetzt zweimal hintereinander nicht gewonnen haben“, fand Schromm.

Durch die personellen Umstellungen aufgrund der zwei Sperren nach den Platzverweisen gegen Babelsberg hatte Manuel Fischer im Sturm mal wieder einen Auftritt in der Startelf bekommen, erst den zweiten in dieser Saison. Auch ohne Treffer bekam er vom Cheftrainer gute Noten: „Er hat realisiert, worum es für ihn ging und er hat sich richtig reingehauen“, lobte Schromm die Leistung des 23-Jährigen, der aus seiner Rolle als Edeljoker bislang nicht hinauskam. „Leider ist ihm am Ende, als wir es gebraucht hätten, ein bisschen das Gas ausgegangen.“

Dass Fischer am Wochenende in Münster wieder ins zweite Glied rückt, ist aber klar. Stephan Thee kehrt nach Sperre zurück ins Team, Dominik Rohracker daher wieder in den Angriff. „Er fühlt sich dort im Zentrum wohler“, so Schromm, „daran werden wir also auch nichts ändern.“

Quelle: fussball-vorort.de

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